Häftlingsband aus Malawi für Grammy nominiert

Am 15. Februar werden in Los Angeles die Grammys verliehen. Der wichtigste Musikpreis der Welt wird dann auch in einem Gefängnis in der malawischen Stadt Zomba mit großer Spannung verfolgt werden. Denn die dortige Häftlingsband "Zomba Prison Project" ist in der Kategorie Weltmusik nominiert.

Am 15. Februar werden in Los Angeles die Grammys verliehen. Der wichtigste Musikpreis der Welt wird dann auch in einem Gefängnis in der malawischen Stadt Zomba mit großer Spannung verfolgt werden. Denn die dortige Häftlingsband "Zomba Prison Project" ist in der Kategorie Weltmusik nominiert.

Die Band wurde im Jahr 2013 vom Produzenten Ian Brennan, ebenfalls schon mit einem Grammy bedacht, und seiner Frau bei einer Reise entdeckt. Die Gefängnisleitung gestattete den beiden Zugang in das Backsteingebäude, das im 19. Jahrhundert errichtet worden war. Im Gegenzug hielten sie Gewaltpräventionskurse für die Häftlinge und die Wärter ab.

Mehr als 60 Musiker

Das Gefängnis war ursprünglich für 340 Häftlinge konzipiert worden, heutzutage gibt es mehr als 2.000 Insassen, die in einen Frauen- und einen Männertrakt aufgeteilt sind. Beide Gruppen musizieren und sehen die Kunst als integralen Bestandteil des Lebens hinter Gittern. Der Leiter der Männerband sitzt eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes ab. Er hat jemand getötet, als er gemeinsam mit Kollegen Equipment von einer anderen Band stehlen wollte. 

In mehreren Tagen wurde das Album "I Have No Everthings Here"-Album aufgenommen. Mehr als 60 Häftlinge trugen dazu musikalisch bei. Das Resultat ist nun in der Kategorie Weltmusik für einen Grammy nominiert. 

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