Österreich

Haftstrafe, weil Mann (36) Polizisten "faul" schimpfte

Weil ein Angeklagter am Grazer Straflandesgericht "schlechte Erfahrungen" mit der Exekutive hatte, beleidigte er sie. Nun kam es zum Urteil.

Heute Redaktion
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Der Angeklagte erklärte, dass er schlecht von der Polizei behandelt wurde. (Symbolbild)
Der Angeklagte erklärte, dass er schlecht von der Polizei behandelt wurde. (Symbolbild)
Bild: picturedesk.com

Zuerst gab der 36-Jährige an, dass sein Account gehackt wurde. Unter seinem Facebooknamen wurden 14 Polizisten der Dienststelle Deutschfeistritz als "faul" und "Nichtstuer" beschimpft. Er wollte es aber nicht gewesen sein.

Staatsanwaltschaft glaubt an Besserung

Als der Richter ihn aber fragte, wer denn Interesse daran hätte, ausgerechnet diese Polizeiinspektion zu verunglimpfen, gestand der Angeklagte alles. Er gab an, schlechte Erfahrungen mit den Beamten gehabt zu haben. In den Jahren 2004 und 2016 soll er schlecht behandelt worden sein. Nachdem er niedergeschlagen wurde, hätten die Polizisten den Vorfall als Unfall abgetan. "Ich habe mein Gesicht verloren", so der Angeklagte. Denn er selbst wurde gekündigt, sein Widersacher ist mittlerweile Chef.

In der Verhandlung gestand er zudem eine gewisse Alkoholisierung. Das hätte auch dazu beigetragen, dass die Kommentare gepostet wurden. Der Staatsanwalt meinte aber, dass man eine positive Entwicklung für die Zukunft erkennen würde. Aus diesem Grund kam der 36-Jährige mit drei Monaten bedingt davon. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.