Was in Tirol seinen Anfang nahm, greift jetzt auf Wien über. Am Vormittag bildeten sich die Gewitter im Unterland, sorgten im Anschluss in Salzburg für erste Schäden. Blitze schlugen entlang der A10 Tauernautobahn ein und legten Tunnel lahm. An mehreren Badeseen sorgte der Sturm für Notlagen, über 160 Feuerwehrkräfte standen im Einsatz.
Am Wolfgangsee etwa ereigneten sich laut "Salzburg24" beim herannahenden Gewitter gleich drei Notfälle gleichzeitig. In der Landeshauptstadt und in Hallein stürzten zahlreiche Bäume um.
Am Nachmittag wurde in der Steiermark die allerhöchste Warnstufe Violett ausgerufen, mittlerweile hat sich der Schwerpunkt ins südliche Wiener Becken verlagert. Innerhalb kürzester Zeit wurden laut UBIMET in Pörtschach 34 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, die Sturmspitzen reichen bis zu 100 km/h.
Besonders schwer getroffen hat der Hagel einen Anwohner aus Puchberg am Schneeberg. "Mein ganzer Garten ist zerstört. Wassermenge auf der Terrasse bis zur Wohnzimmer Türe. Ich bin verzweifelt, die ganze Arbeit in 5. Minuten zerstört", schreibt er auf Facebook.
Kachelmannwetter berichtet von Hagel mit vier bis sechs Zentimeter großen Körnern. Die Unwetter mit Sturm und Wolkenbruch ziehen weiter ins Wiener Becken und können auch Wien erreichen. "Es besteht hier große UNWETTERGEFAHR!"
Vom ORF-Wetterdienst heißt es: "Das heftige Gewitter, das im Raum Wiener Neustadt schon Hagel gebracht hat, zieht jetzt in Richtung Nordosten in den Bereich von Wien über den Bezirk Bruck an der Leitha bis in das Nordburgenland. In diesen Regionen kann es in den nächsten halben Stunde bis Stunde stellenweise wolkenbruchartig schütten. Es besteht Muren- und Überflutungsgefahr. Auch gefährliche Sturmböen und Hagel sind möglich."
Auf uwz.at wurde bislang für den 23. Bezirk und die südlichen Vororte Warnstufe Rot ausgegeben. In diesen Bereichen ist also mit Sturm, Starkregen und vielleicht auch Hagel zu rechnen. Für das restliche Stadtgebiet gibt es eine gelbe Vorwarnung – auch hier könnte es später aber ordentlich krachen.