Hakenkreuz-Attacke vorgetäuscht: bedingte Haft

Der 53-Jährige hatte im Februar angezeigt, Opfer eines brutalen Angriffs geworden zu sein. Bald kam der Verdacht auf, er hätte die Geschichte nur erfunden.

 
18 Monate bedingt (nicht rechtskräftig) hat ein Niederösterreicher am Mittwoch vor einem Gericht in Wiener Neustadt ausgefasst. Grund: Der Mann, der laut Psychiater ein "gesteigertes Verlangen nach Aufmerksamkeit hat", hatte eine Nazi-Attacke erfunden. Im Februar hatte er angezeigt, ihm sei in der Nähe seiner Wohnung bei einem Überfall ein Hakenkreuz in die Brust geritzt worden. Das Gericht sah nun als erwiesen an, dass er sich die Verletzungen selbst zugefügt hatte.

Auch die Ehefrau des 53-Jährigen wurde verurteilt: Sie habe durch eine Falschaussage die Lügengeschichte ihres Mannes gestützt. Urteil: 20 Monate bedingt (nicht rechtskräftig). Die Verteidigung meldete in beiden Schuldsprüchen Berufung an.

Beim Prozess in Wiener Neustadt gab ein Polizist an, bei den Angaben des Verletzten habe "irgendwas nicht gepasst". Ein Video einer Überwachungskamera zeigt zwar nicht den Tatort, allerdings einen anderen Pkw, der vorbeikam. Der Fahrer hätte den Überfall eigentlich bemerken müssen.

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