Ein Fall von Vandalismus und Rechtsradikalismus schockt derzeit ein Dorf im niederösterreichischen Bezirk Baden. Der Bürgermeister verurteilt die Tat. Die Polizei bittet um Mithilfe.
In Weigelsdorf kam es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu einem Akt von Vandalismus und Rechtsradikalismus, der den ganzen Ort schockiert. Unbekannte sprühten auf die Hausmauer und Eingangstüre einer Familie insgesamt fünf Hakenkreuze. Außerdem stachen die Täter die Reifen eines Pkw, der vor der Türe parkte, auf.
Die Familie, die vor sieben Jahren aus Wien nach Weigelsdorf gezogen war, sei gut in das Ortsleben eingebunden, heißt es in der Bevölkerung. Der Vorfall ging aber nicht spurlos an der Familie vorbei. "Ich kann nachts nur mehr sehr schlecht schlafen und stehe öfters auf, da ich immer glaube es ist wieder wer in unserem Garten", so Edibe A.. "Ich bin schon sehr schockiert über den Vorfall und es macht mir schon große Sorgen", so Tochter Sarah.
Bürgermeister verurteilt Akt
Auch Bürgermeister Wolfgang Kocevar (SPÖ) ist zu tiefst schockiert: "Ich verurteile diese Wahnsinnsdaten auf das schärfste. Diese Art von Vandalismus und Rechtsradikalismus gehört im Keim erstickt", so der Ortschef. "Bisher hatten wir absolut keine Auffälligkeiten in diese Richtung. Ich habe den Vorfall mit einigen in der Bevölkerung bereits diskutiert und jeder gibt mir Recht, so etwas darf bei uns keinen Platz haben", zeigt sich der Bürgermeister entschlossen, gegen diese Art und Weise von Vandalismus und Rechtsradikalismus vorzugehen.
Die Polizei bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung, ob jemand etwas Verdächtiges in der "Musikersiedlung" in Weigelsdorf in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gesehen hat.