Politik

Hakl stolpert über angebliche "Valora"-Zahlung

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:29

Die ÖVP-Nationalratsabgeordnete Karin Hakl hat dem internen Druck nachgegeben und ihre Funktion als Telekommunikationssprecherin ruhend gestellt. In die Diskussion war sie geraten, nachdem bekannt geworden war, dass Rechnungen für ihren letzten Nationalratswahlkampf von der Firma "Valora" des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger beglichen worden sein sollen.

Die ÖVP-Nationalratsabgeordnete Karin Hakl hat dem internen Druck nachgegeben und ihre Funktion als Telekommunikationssprecherin ruhend gestellt. In die Diskussion war sie geraten, nachdem bekannt geworden war, dass Rechnungen für ihren letzten Nationalratswahlkampf von der Firma "Valora" des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger beglichen worden sein sollen.

Hakl ist sich hier weiter keiner Schuld bewusst und betont, dass alle Vorwürfe "jeder Richtigkeit entbehren" und sie zu keiner Zeit unrechtmäßig zum eigenen Vorteil gehandelt habe. Dass sie ihre Funktion als Sprecherin für Innovation und Telekommunikation bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe gegen sie zurücklegt, begründet Hakl mit "Verantwortung und Loyalität" gegenüber der ÖVP.

"Schaden für Partei abwenden"

Sie tue dies, "um von meiner Partei auf Bundesebene ebenso wie auf Landesebene medialen Schaden abzuwenden". Tirols ÖVP-Geschäftsführer Martin Malaun, seines Zeichens damaliger Chef der Werbeagentur Headquarter und für Hakl aktiv, hatte zuletzt bestätigt, dass zwei oder drei Rechnungen im Gesamtumfang von 20.000 Euro im Auftrag Hakls an die Valora gerichtet worden seien.

Auch wenn die Abgeordnete die Vorwürfe bestritt, wurde sie zuletzt sowohl von der Tiroler Landespartei als auch von der Bundespartei gedrängt, sich zumindest als Telekommunikationssprecherin zurückzuziehen. Immerhin musste schon der SPÖ-Telekom-Sprecher Kurt Gartlehner seinen Posten räumen, nachdem seine geschäftlichen Beziehungen zu Hochegger bekannt geworden waren. Überzeugt wurde Hakl heute Nachmittag in einem persönlichen Gespräch mit Klubchef Karlheinz Kopf.

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