Szene

Halbzeit beim Filmfestival von Toronto

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:03

Erste Oscar-Gerüchte und große Emotionen: Die Weltpremiere von "Die Entdeckung der Unendlichkeit" (Original-Titel: "A Brief History of Time"), basierend auf der Geschichte des ALS-kranken Denkers Stephen Hawking, wurde zur Halbzeit des 39. Filmfestivals von Toronto mit minutenlangen Ovationen bedacht. Das Werk des britischen Regisseurs James Marsh ist bisher der Favorit des Publikums, in den Hauptrollen brillieren Eddie Redmayne und Felicity Jones.

Erste Oscar-Gerüchte und große Emotionen: Die Weltpremiere von .

Dank der sensiblen Darbietung Redmaynes und Jones' driftet die Liebesgeschichte von Hawking und seiner Frau Jane nie in Richtung Sentimentalität ab, sondern bleibt glaubwürdig und humorvoll. Die Darstellung des körperlichen Verfalls durch ALS brachte den 32-jährigen Schauspieler allerdings auch an seine Grenzen. "Aber wie groß meine Schmerzen am Ende des Tages auch waren - ich konnte nach den Dreharbeiten aufstehen und nach Hause laufen, ohne auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. ALS-Kranke können das nicht." Besonders stolz sei er darauf, dass Stephen Hawking den Film gesehen und abgesegnet habe.

Ungewohnte Rollen

Kluge Denker und bewegende Schicksale stehen in diesem Jahr generell im Fokus des Filmfestes. In "Pawn Sacrifice" verkörpert erntete mit "The Good Lie" für ihre Darstellung einer engagierten Frau, die sich für vier sudanesische Flüchtlinge einsetzt, Lob von Publikum und Kritikern.

) am Dienstag erwartet, dem Drama über Mathematiker Alan Turing, der den Enigma-Code der Deutschen im Zweiten Weltkrieg knackte und die Basis für Computer schuf. Benedict Cumberbatch ist in der Rolle des schwierigen Genies zu sehen, der nach dem Krieg in England wegen seiner Homosexualität verurteilt wurde und später Selbstmord beging.

Beiträge aus Österreich und Deutschland

auch bereits in viele Länder verkauft.

von Regisseur Baran bo Odar nach Kanada gereist. Alexander Fehling überzeugte in Giulio Ricciarellis Aufarbeitung der Nazi-Gräultaten "Im Labyrinth des Schweigens" als engagierter Anwalt, der die Auschwitz-Prozesse ins Rollen bringt.

Begeistert von Toronto zeigte sich Christian Petzold, dessen Nachkriegsdrama "Phoenix" mit Nina Hoss in der Hauptrolle gezeigt wurde. "Ich bin zum ersten Mal hier und alle berichteten immer von der Lässigkeit und einer ganz besonderen Stimmung. Jetzt kann ich das alles bestätigen", sagte Pezold der dpa. "Es ist tatsächlich ein energiegeladenes Publikumsfestival." In der kanadischen Metropole wählen anstelle einer Jury traditionell die Zuschauer den Gewinnerfilm, der am Sonntag verkündet wird.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen