Im erbitterten Sorgerechtsstreit zwischen Halle Berry (60) und ihrem Ex-Mann Olivier Martinez (60) ist eine vorläufige Entscheidung gefallen. Der französische Schauspieler erhält das primäre Sorgerecht für den gemeinsamen 13-jährigen Sohn Maceo.
Die US-amerikanische Schauspielerin hatte zuvor das paritätische Sorgerecht, also eine 50/50-Regelung, wiederherstellen wollen. Der Richter lehnte dies jedoch ab. Noch bitterer: Berry darf ihren Sohn nicht mehr zu Übernachtungen zu sich holen.
Einen Erfolg konnte die Oscar-Preisträgerin aber verbuchen, nach Angaben von Gala unter Berufung auf das US-Portal TMZ: Die einstweilige Verfügung wegen angeblicher häuslicher Gewalt gegen sie wurde aufgehoben. Martinez hatte Berry beschuldigt, ihren Sohn gewürgt zu haben.
Berry bestreitet die Vorwürfe vehement. "Ich habe Maceo niemals körperlich, emotional oder auf andere Weise misshandelt. Ich bin selbst ein Opfer häuslicher Gewalt", erklärte sie. Der 13-Jährige musste unter Ausschluss der Öffentlichkeit selbst vor Gericht aussagen - ohne Anwesenheit seiner Eltern.
Martinez' Anwalt Patrick Baghdaserians bezeichnete die Entscheidung als "riesigen Sieg". Doch das Urteil ist nur vorläufig gültig. Im November sollen beide Parteien erneut vor Gericht erscheinen. Beide Eltern behalten das gemeinsame rechtliche Sorgerecht, bei dem Berry bei Meinungsverschiedenheiten das entscheidende Stimmrecht hat.
Halle Berry und Olivier Martinez waren von 2013 bis 2016 verheiratet. Die Schauspielerin hat zudem eine 18-jährige Tochter aus einer früheren Beziehung.