Eine Halskettenbande, die seit Jänner in Wien immer nach dem gleichen Modus Frauen die Schmuckstücke entriss, ist der Polizei nun ins Netz gegangen. Die Ermittler gehen davon aus, dass rund 50 Taten auf das Kerbholz des Trios gehen, vermuten aber eine weitaus höhere Dunkelziffer. Seitdem die Beschuldigten in Haft sind, haben die Übergriffe aufgehört, berichtete die Polizei am Donnerstag.
Eine Halsketten-Räuberbande, die seit Jänner in Wien immer nach dem gleichen Modus Frauen die Schmuckstücke entriss, ist der Polizei nun ins Netz gegangen. Die Ermittler gehen davon aus, dass rund 50 Taten auf das Kerbholz des Trios gehen, vermuten aber eine weitaus höhere Dunkelziffer. Seitdem die Beschuldigten in Haft sind, haben die Übergriffe aufgehört, berichtete die Polizei am Donnerstag.
Seit Jänner kam es in ganz Wien immer wieder zu Rauben von Halsketten. Besonders arg ging es in Ottakring rund um den Brunnenmarkt bzw. Yppenplatz zu. Dort wurden rund 20 der insgesamt 50 Übergriffe verübt. Die Täter schienen ihre weiblichen Opfer in der U-Bahnlinie U6 auszuspionieren. Sie verfolgten die Frauen eine Zeitlang, um ihnen bei der ersten sich bietenden Gelegenheit die Kette vom Hals zu reißen. Mit diesem Wissen legten sich die Ermittler auf die Lauer. Und sie wurden fündig: Die Bande erschien geschlossen bei einem Juwelier, um eines der erbeuteten Schmuckstücke zu verkaufen.
Hohe Dunkelziffer - Suche nach weiteren Opfern und Zeugen
Krasimir M. (34), Georgi Y (26). und Gero S. (35) wurden am 29. Juni ausgeforscht und festgenommen. Seitdem kam es in Wien zu keinem einzigen Halskettenraub mehr. Alle drei Männer wurden in Untersuchungshaft genommen. Die Beschuldigten sind teilweise geständig bzw. wurden in einigen Fällen bei Gegenüberstellungen von Zeugen wiedererkannt. Als Motiv gaben die Männer in ersten Einvernahmen Geldnot an.
Die Polizei geht von wesentlich mehr Opfern aus und ist auf der Suche nach weiteren Zeugen. Die Ermittler haben daher die Fotos der Beschuldigten veröffentlicht. Hinweise werden vom Landeskriminalamt Wien (Außenstelle West) unter der Telefonnummer 01/31310/DW25100 (Journaldienst), auch vertraulich, entgegengenommen.