Halsstich mit zerbrochener Bierflasche – 13 Jahre Haft

Der Angeklagte (28) wurde in Handschellen vorgeführt.
Der Angeklagte (28) wurde in Handschellen vorgeführt.privat
Zwei Männer stritten sich am Wiener Donaukanal. Beide sollen mit Glasflaschen aufeinander losgegangen sein. Einer wurde wegen Mordversuchs angeklagt.

Ein feuchtfröhlicher Abend wurde in der Nacht zum 28. Mai 2020 zum schrecklichen Blutbad: Der betrunkene Mohammed A. (28) stieß kurz nach Mitternacht zu einer Gruppe junger Männer, die es sich mit einer Bierkiste am Treppelweg gemütlich gemacht hatten – dann stach er zu. Nach einem Streit um Zigaretten soll der einschlägig Vorbestrafte seinem Bekannten mit einer zerschlagenen Bierflasche den Hals aufgeschlitzt haben. "Alles war voller Blut", schilderten Zeugen. Das Opfer brach nach kurzer Verfolgung zusammen, Passanten leisteten erste Hilfe und alarmierten die Einsatzkräfte.

Urteil: 13 Jahre Haft

Doch erst im November konnte die Polizei den flüchtigen Flüchtling bei einer Routinekontrolle festnehmen – am Montag stand der Somalier wegen Mordversuchs im großen Schwurgerichtssaal des Wiener Landesgerichts. "Beide gingen aufeinander los – mein Mandant erlitt selbst am ganzen Körper Verletzungen", so Verteidiger Alexander Philipp, der eine Tötungsabsicht seines Mandanten bestritt. Die Geschworenen kamen zu einem anderen Urteil: 13 Jahre Haft, nicht rechtskräftig.

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