Österreich

Hanappi-Sohn simulierte EM-Gruppenphase

TU-Professor Hardy Hanappi, Sohn von Fußball-Legende Gerhard Hanappi, hat ein Computerprogramm entwickelt, das die EM-Gruppenphase voraus berechnet.
Heute Redaktion
14.09.2021, 01:42

TU-Professor Hardy Hanappi, Sohn von Fußball-Legende Gerhard Hanappi, hat ein Computerprogramm entwickelt, das die EM-Gruppenphase vorab berechnet.

Hanappi forscht am Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik an der Simulation komplexer Systeme, entwickelte ein Programm für die Ergebnisse der Gruppenphase. Die Prognose: Österreich wird vor Portugal Gruppensieger! Deutschland qualifiziert nur als Gruppenzweiter für die KO-Phase. Fast alle Favoriten (Frankreich, Spanien, England, Portugal) überstehen die Gruppenphase, nur Italien scheitert.

 

In die Wiege gelegt

Der Wiener spielte selbst früher Fußball, begann im zarten Alter von sieben bis acht Jahren. In der Schülermannschaft des ASV 13 feierte er die die ersten Erfolge, mit 14 wechselte er dann kurz in die Rapid-Jugend. Die Fußballschuhe hing er dann doch an den Nagel, entschied sich für die Wissenschaft. "Fünf Mal Training in der Woche waren mir zu viel. Und als Sohn eines Jahrhunderttalentes ist ein durchschnittlich guter Kicker einfach zu wenig", so Hanappi.
 

Das System

Für gewöhnlich verwendet der TU-Professor die Computersimulationen für komplizierte politische oder wirtschaftliche Prozesse. Doch genau dieselben mathematischen Methoden kann man auch für Fußballergebnisse verwenden. "Man kann das Modell einfach halten und für jede Mannschaft einen einzigen Qualitätsparameter berechnen", erzählt er.