Jener Amokläufer, der am Mittwoch in Hanau mehrere Menschen erschoss und sich danach selbst das Leben nahm, hatte auch eine Verbindung nach Österreich.
Wie die Tageszeitung "Kurier" und die "Niederösterreichischen Nachrichten" berichten, soll der mutmaßliche Täter von Hanau Hilfe bei einem spirituellen Intuitionstrainer aus Ternitz gesucht haben.
Der Schütze hatte sich vergangenes Jahr per E-Mail an den Niederösterreicher gewandt und um dessen Hilfe als spiritueller Trainer gebeten, heißt es in dem Bericht weiter.
"Das Mail war mit einer 19-seitigen Anzeige an den deutschen Generalbundesanwalt versehen. Darin ging es um eine sehr wirre Strafanzeige wegen einer unbekannten Geheimdienstorganisation", wird Bernd G. im "Kurier" zitiert.
"Nicht normal"
Der Intuitionstrainer habe aber zunächst nicht geantwortet, da die Mails und Nachrichten des Deutschen einen sonderbaren Inhalt hatten.
"Erst später habe ich ihm mitgeteilt, dass ich ihm bei seinem Anliegen nicht weiterhelfen kann. Von einem Attentat oder irgendetwas dergleichen war natürlich keine Rede", erklärt G. weiter.
Der Niederösterreicher habe den Deutschen gleich als "nicht normal" eingestuft und sämtliche Anfragen von sich geschoben.
11 Tote
Am Mittwochabend gegen 22.00 Uhr waren an zwei verschiedenen Orten Schüsse gefallen. Dabei wurden neun Menschen getötet.
Wenig später wurde dann ein als tatverdächtig gesuchter Mann tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Die Leiche seiner Mutter lag neben ihm. Der mutmaßliche Täter soll aus Fremdenhass gehandelt haben.