Bei widrigen Bedingungen und leichtem Schneefall startete Goggia als Zehnte in den Lauf, unmittelbar nach einer rund zehnminütigen Unterbrechung, weil sich ein Rutscher auf der Piste verletzt hatte, zunächst versorgt werden musste. Goggia startete schließlich bei schlechterer Sicht ins Rennen, konnte die Überraschungssiegerin Elena Curtoni nicht mehr abfangen, 29 Hundertstel fehlten auf ihre Landsfrau.
Im Ziel blickte Goggia zunächst mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Anzeigetafel, zog sich den linken Handschuh aus und versuchte, die Finger zu bewegen. "Ich habe mir die Hand gebrochen", meinte die 30-Jährige gleich darauf. Goggia dürfte sich die Hand an einer Stange angeschlagen haben. Es ging schnell zu einer ersten Untersuchung ins Krankenhaus. Dabei gingen die Betreuer zunächst von einer Prellung aus. Allerdings bestätigte sich Goggias Verdacht. Der zweite und dritte Mittelhandknochen sind gebrochen.
Wie Goggia selbst berichtet, ist die 30-Jährige bereits auf dem Weg nach Mailand, um dort sofort operiert zu werden. Goggia peile demnach an, schon am Freitagabend nach St. Moritz zurückzukehren, um bei den beiden für das Wochenende angesetzten Rennen am Samstag (Abfahrt, 10.30 Uhr) und Sonntag (Super-G, 11.30 uhr) an den Start gehen zu können.
"Ich habe sofort gespürt, dass etwas mit meiner linken Hand passiert ist, im Ziel konnte ich sie kaum noch bewegen. Ich werde alles geben, um morgen dabei zu sein", so Goggia, die als besonders hart im Nehmen gilt.