Die Wiener Händler sind mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft zufrieden. Auch am zweiten Einkaufssamstag zeigten sich die Kunden in guter Kauflaune. Rund 700.000 Passanten seien laut Wirktschaftskammer (WK) Wien am Samstag in Wien wieder unterwegs gewesen.
Die Wiener Händler sind mit dem bisherigen zufrieden. Auch am zweiten Einkaufssamstag zeigten sich die Kunden in guter Kauflaune. Rund 700.000 Passanten seien laut Wirktschaftskammer (WK) Wien am Samstag in Wien wieder unterwegs gewesen.
Trotz des windigen und kühlen Wetters war die Stimmung in den Geschäftsstraßen sehr gut. Besonders hoch war die Kundenfrequenz in der Hietzinger Hauptstraße, der Neubaugasse, der Landstraßer Hauptstraße, der Favoritenstraße, dem Floridsdorfer Spitz und traditionellerweise im 1. Bezirk und in der Inneren Mariahilfer Straße.
Besonders Buchhändler, Bekleidungs- und Sportgeschäfte freuten sich über großen Andrang. Aber auch in die Spielwarengeschäfte und Parfumerien zog es die Kaufwilligen. "In den verbleibenden zweieinhalb Wochen wird das Weihnachtsgeschäft nochmals kräftig anziehen", so die Wiener WK-Präsidentin Brigitte Jank. "Denn jeder Dritte will den Großteil der Weihnachtseinkäufe erst in der zweiten Dezemberhälfte erledigen."
Ruf nach Sonntagsöffnung wieder lauter
In der Vorweihnachtszeit wird allerdings auch der Ruf nach Sonntagsöffnung wieder lauter. Immer mehr Menschen shoppen im Internet, freilich auch sonntags. "Die Onlinehändler machen Werbung fürs Shoppen am Sonntag und wir müssen zu lassen", beschwerte sich Einkaufszentrumsbetreiber Richard Lugner am Samstag.
Der Chef der Spar-Einkaufszentrumstochter SES, Marcus Wild, kann sich bis zu acht offene Sonntage im Jahr vorstellen. "Alle Länder, die uns umgeben, haben sonntags offen", sagte Wild. Österreich sei ein touristisches Land - um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse man nachziehen. "Ich würde keineswegs jeden Sonntag wollen, aber sechs bis acht schon." Zu SES gehören in Österreich mehr als zehn Einkaufszentren, darunter Europark, Sillpark, Atrio und Murpark.
Österreich sei das letzte Land, das so geringe Öffnungszeiten habe, beklagte Lugner. Gemeinsam mit sieben anderen Einkaufszentren habe er versucht, in der Adventzeit samstags bis 19 Uhr statt bis 18 Uhr offen halten zu dürfen. Vergebens, wie Lugner meinte. "Jetzt müssen wir die Leute heute um 6 aus den Geschäften schmeißen, dabei sind sie rappelvoll."