Handwerker wollten nicht zu Wienerin mit Corona kommen

Rosa M. kann einem leid tun: Die Wienerin infizierte sich mit dem Virus, dann sprudelte Wasser aus der Wand. Die meisten Handwerker sagten ab. 

"Meine Oma hat Corona. Sie wohnt alleine und ist derzeit in Quarantäne", erzählt Enkelin Denise im Gespräch mit "Heute". Damit nicht genug, schoss Montagfrüh plötzlich auch noch Wasser aus der Badezimmerwand ihrer Wohnung in Aspern (Wien-Donaustadt). Der Rohrbruch musste sofort repariert werden, doch die Suche nach einem Handwerker wurde für die Familie zur Odyssee.

Nur einer wollte kommen

"Wir haben Dutzende Installateure angerufen, sogar das Bezirksamt und die Innung." Hilfe gab es keine. Erst nach Stunden erklärte sich ein Monteur aus der Donaustadt bereit, den Schaden zu reparieren. "Er kam mit Maske und Schutzkleidung, machte alle Fenster auf. Meine Oma musste solange im Garten warten." Zum Glück zeigte sich das Wetter da noch von seiner sonnigen Seite.

Bei Schwester angesteckt

Die Pensionistin steckte sich wahrscheinlich bei ihrer Schwester mit Corona an, die im Spital liegt. Rosa M. hatte mehr Glück: "Ihr geht es gut, sie hatte schon die erste Teilimpfung", erzählt die Enkelin. Auch der Wasserschaden ist nun wieder repariert.

"Die Installateure dürfen nur mit Schutzkleidung in die Wohnung eines Coronapatienten", erklärt WKW-Sanitär-Chef Harald Emberger. Viele Handwerker hätten keine passende Ausrüstung, die Suche sei daher nicht einfach. "Die Wirtschaftskammer vermittelt gerne", bietet er an. 

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