Israelinnen waren in Wien

Handy aus, Flug verpasst – Mama und Tochter vermisst

Kein Anruf, kein Lebenszeichen, kein Rückflug: Das Verschwinden zweier Israelinnen in Wien gibt weiter Rätsel auf.
Newsdesk Heute
12.08.2026, 15:26
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Seit Freitag fehlt von zwei Israelinnen in Wien jede Spur. Mali Yahalomi (50) und ihre Tochter Liel (23) waren auf einer Europareise und aus Prag nach Österreich gekommen. Mittlerweile verpassten sie auch ihren Rückflug nach Israel. Darüber berichtet die "Jüdische Allgemeine".

Zuletzt meldeten sich die beiden am Freitag bei ihrer Familie und schickten ein Video ihrer Wiener Unterkunft. "Vor Schabbatbeginn haben wir in der Familiengruppe mit ihnen geschrieben. Danach brach der Kontakt ab. Die letzte Nachricht lautete: 'Wir sind in der Wohnung angekommen, seht mal, wie toll sie ist! Schabbat Schalom an alle!' Das war’s. Da der Schabbat spät endete, haben wir erst am Sonntag wieder versucht, sie zu erreichen. Am Nachmittag begannen wir, uns Sorgen zu machen", sagte Malis Schwager Amir Rudnik dem israelischen Sender Kan. Seit Freitag seien ihre Handys ausgeschaltet.

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Rückflug verpasst

Schon am Freitagabend erschienen die Frauen nicht wie vereinbart zum Kiddusch bei Chabad. Am Dienstag sollten sie nach Israel zurückfliegen. Laut Ynet checkten sie jedoch weder ein noch kamen sie zum Boarding.

"Leider gibt es noch immer keine Spur. Die lokalen Behörden arbeiten mit Hochdruck daran. Es ist sehr, sehr besorgniserregend", sagte der Wiener Chabad-Gesandte Reuven Timsit am Mittwochmorgen. "Vor allem da sie den Rückflug nach Israel gar nicht angetreten haben."

"Es war nichts mehr da"

Auch die Wiener Unterkunft wurde laut Timsit von der Polizei überprüft. "Es war nichts mehr da. Offenbar waren sie also bereits dabei, Wien zu verlassen. Europa ist offen. Hier gibt es keine Grenzen, an denen man einen Pass vorzeigen muss, um sich frei zu bewegen. Genau das macht es noch beunruhigender. Es könnte sein, dass wir in Wien nach ihnen suchen, während sie sich in Wirklichkeit in einem anderen Land befinden und dort niemand nach ihnen sucht."

"Mit der Zeit fürchten wir das Schlimmste", sagt Rudnik. "Aber im Moment konzentrieren wir uns darauf, sie zu finden."

Botschaft bittet um Hinweise

Hinweise auf ein antisemitisches Motiv gebe es derzeit nicht. "Wien ist ein sehr sicherer Ort. Wir haben keine ungewöhnlichen Meldungen oder Warnungen erhalten, die zu erhöhter Wachsamkeit aufrufen würden", erklärte Timsit. Auch die Wiener Polizei geht derzeit nicht von einem Fremdverschulden aus.

Die israelische Botschaft bittet um Mithilfe. Wer die Frauen seit dem 7. August gesehen hat oder Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort geben kann, soll sich bei der Wiener Polizei oder unter der Notfallnummer der israelischen Botschaft (+43-676-367 2304) melden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.08.2026, 16:58, 12.08.2026, 15:26