Vorerst scheint das Problem ausgestanden zu sein. Das etwa 20 Zentimeter tiefe Loch, dass beim 1:2 in der Nations League gegen Dänemark im Mittelkreis des Happel-Stadions auftauchte, ist geschlossen. Von der UEFA kam am Mittwochabend die Freigabe für das Nations-League-Duell mit Weltmeister Frankreich am Freitag.
Doch ÖFB-Boss Gerhard Milletich liegt die Geschichte im Magen, immerhin wirft das "Happel-Loch" kein gutes Licht auf den nationalen Verband. "Wir sind hier nur Beifahrer, haben aber einen Imageschaden", stellt er gegenüber der APA klar. Denn der nationale Fußball-Verband ist nur Mieter im Prater, daher nicht für den Zustand des Rasens verantwortlich.
Durch das Rasen-Debakel, das durch steigendes Grundwasser aufgrund der starken Regenfälle der letzten Tage ausgelöst wurde, ist die Stadion-Debatte neu entfacht. Schon seit längerer Zeit fordert der ÖFB den Bau eines neuen Nationalstadions - oder zumindest eine grundlegende Modernisierung der denkmalgeschützten Arena im Prater.
Für Milletich ist die "Loch-Affäre" ein "Signal, das man aufnehmen sollte, um zu überlegen, was man mit dem Stadion tut." Allerdings sei der Bau eines neuen Stadions eine "Willensfrage der Politik". Vorerst muss der ÖFB mit den derzeit verfügbaren Gegebenheiten klarkommen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Niederschläge bis zum Frankreich-Match in Grenzen halten und nicht weitere Löcher am Geläuf auftreten.