Happy End für gequälten Bären Riku

Das schreckliche Leben von Bär Riku in einem Bergdorf in Albanien hat ein Ende. Seit Anfang Mai lebt er im Tanzbärenpark in Bulgarien und erholt sich prächtig.
Bär Riku musste in seinem jungen Leben bereits viel Leid erfahren. Jahrelang lebte er angekettet in einer Hütte in einem Bergdorf im südöstlichen Albanien. Sein Besitzer konnte und wollte sich nicht mehr um das Tier kümmern.

Ende 2016 erhielt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN einen dringenden Hilferuf von der albanischen Veterinärmedizinischen Aufsichtsbehörde, dass sich ein junger Bär in Gefahr befindet.

"Versuchte sich von Kette zu befreien"

"Als das VIER PFOTEN Team sich vor Ort ein Bild von der Lage machen wollte, fand es den Bären angekettet in einer kleinen Hütte neben dem Haus des Besitzers vor", erzählt VIER PFOTEN Bärenexperte Carsten Hertwig. "Riku versuchte verzweifelt und panisch, sich von der engen Kette zu befreien."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Tierschutzorganisation reagierte sofort und brachte den gequälten Bären vorübergehend im Tirana Zoo unter. Am 3. Mai erfolgte dann der Transfer von Riku in sein neues Zuhause in Bulgarien. Nachdem er sediert und medizinisch untersucht wurde, ging es im speziellen Bäreneinsatzwagen zum Tanzbärenpark Belitsa.

Riku genießt neues Leben

"Wir haben Riku zunächst in den Innenbereich seiner Anlage gebracht", erklärt Carsten Hertwig. "Nachdem er sich von der langen Reise erholt und an die neue Umgebung gewöhnt hatte, haben wir ihn in die Außenanlage gelassen. Es war toll für uns zu sehen, wie sehr er sein neues Zuhause genießt. Er war so entspannt und friedlich. Unser Ziel ist es, Riku mit den anderen Bären zu sozialisieren. Wann wir damit anfangen können, hängt aber von seiner Persönlichkeit und seinem Verhalten ab."

Aktuell bietet der Tanzbärenpark 20 früheren Tanzbärem, vier Bären aus aus Privathaltung ein artgerechtes Zuhause. Die Tiere leben in einem 12 Hektar großen Areal, in dem die Lebensverhältnisse ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechen. Etwa die Hälfte der Bären gräbt ihre eigenen Höhlen: Dass die Tiere Winterschlaf halten, ist ein Zeichen dafür, dass sie sich wohlfühlen. (wil)

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