Szene

Harald Glööckler im "Heute"-Interview

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:08

Nach dem entzückenden Treffen mit Elisabetta Canalis (36) am Mittwoch, folgte für "Heute"-Redakteurin Lea am Donnerstag ein sehr pompööses Interview mit Modeschöpfer Harald Glööckler (49). Passend zum Opernball war der Frischvermählte in Wien und plauderte aus dem Nähkästchen.

Nach dem entzückenden Treffen mit Elisabetta Canalis (36) am Mittwoch, folgte für "Heute"-Redakteurin Lea am Donnerstag ein sehr pompööses Interview mit Modeschöpfer Harald Glööckler (49). Passend zum Opernball war der Frischvermählte in Wien und plauderte aus dem Nähkästchen.

Glamourös, dramatisch, pompöös und spektakulär - all das und noch viel mehr strahlt Designer Harald Glööckler aus. Frisch verheiratet mit seinem Ehemann Diether Schroth erschien er zum "Heute"-Redakteurin Lea traf ihn zum Interview.

"Der Opernball ist der schönste Ball auf der Welt", schwärmte Herr Glööckler. Kein Wunder also, dass er Wien als Ziel der Hochzeitsreise auserwählte. Ein schwerer Sturz seines Gatten Herrn Schroth machte dem Paar fast einen Strich durch die Rechnung. "Er ist aufs Knie gefallen und hat furchtbare Schmerzen, bekam sogar Spritzen. Wir schmieren ihn mit Voltaren ein und hoffen, dass er den Ball besuchen kann", so Glööckler besorgt. Ende gut, alles gut: Mit badagiertem Knie ging's zum Ball.

Roter Teppich

"Ich trage einen Fake-Fur Mantel mit Statement-Steinen von Swarovski. Darunter

ein schwarzer Frack - ebenfalls bestickt mit Swarovksi-Steinen." Zusätzlich hatte der Designer eine klebbare Schnörkel-Maske auf dem Gesicht kleben, mit der die roten Lippen betont wurden. "Eine Maske habe auch dabei. Hinter der kann ich mich verstecken, falls mir alles zu viel wird", scherzte er.

(red.)

Lesen Sie weiter: So kam Glööcklers Mann zum Sturz und warum der Designer Wien so liebt

Guten Tag Herr Glööckler. Ich habe gehört, was mit Ihrem Mann passier ist. Wie geht es denn Herrn Schroth?

Wir hatten irgendwie beide Probleme. Ich hatte plötzlich, nachdem ich meine Schuhe gewechselt habe, einen angeschwollenen Knöchel, was mir noch nie passiert ist. So etwas kenne ich gar nicht. Und Herr Schroth ist beim Aufstehen aufs Knie gefallen. Das war so schlimm, er hatte die ganze Nacht einen stechenden Schmerz und konnte am Morgen nicht auftreten. Er hat Spritzen bekommen und liegt den ganzen Tag mit Eis im Bett. Es ist noch nicht richtig gut, aber auf jeden Fall besser. Wir wollten natürlich alle, dass er zum Ball kommen kann. Nur, wenn man fürchterliche Schmerzen hat, ist das nicht so einfach. Wir  haben ihn mit Voltaren eingeschmiert und er soll in der Longe einfach sitzen bleiben, damit er es aushält.

 

Nichts mit Walzer tanzen?

Nein, mit Walzer tanzen wird leider nichts sein.

 

Kommen wir zum Opernball. Was muss denn passieren, damit Sie sagen: "Der Abend war perfekt"?

Es muss gar nichts passieren. Dieses „es muss etwas passieren“ ist schon so ein Zwang, das ist schwierig. Dieser Opernball ist der schönste Ball auf der Welt und er muss niemandem mehr etwas beweisen. Er hat schon alles überlebt. Gute Zeiten, schlechte Zeiten - solche Gäste, jene Gäste und nichts konnte ihn aufhalten oder ihm schaden.

Es ist ein Ball der gut tut, der so unglaublich prächtig ist. Einer der letzten Bastionen und Renaissancen aus der guten, alten Kaiserzeit und es ist ein Ball, der Träume weckt, Träume wahr macht, und der den Hunger nach Besonderem stillt.

Für uns ist es ganz großartig, denn wir finden, einen schöneren Ballabend kann man nicht haben. Um so einen Ball auf die Beine zu stellen, haben die gekrönten Häupter früher sehr viel Geld ausgegeben. So ein Blumenmeer können Sie sich privat gar nicht organisieren und ich freue mich sehr, dass wir die Möglichkeit haben, eine Longe reserviert zu haben und dass wir dort mit Freunden feiern können.

Für mich ist das ein ganz großartiger Abend. Ich geh dort nicht hin und habe große Erwartungen. Ich lasse das Alles auf mich zukommen, weil ich weiß, dass es großartig sein wird. Und die ganzen Damen und Herren die den Opernball organisieren das immer fantastisch machen.

Und Wien! Mein Gott, das ist für eine Hochzeitsreise der perfekte Ort. Viele sagen immer Venedig oder Paris - das ist auch schön, aber Wien ist die Stadt der Romantik. Der Wiener hat Herz und für mich ist Wien nach Berlin eigentlich meine Traumstadt, in der ich mir auch selbst vorstellen könnte zu leben. Immer, wenn ich hier bin, denke ich mir, das könnte passen und ich merke auch die Reaktion der Menschen wenn ich mal hier bin. Ich habe sehr viele Fans in Österreich.

 

Wer hatte denn die Idee die Flitterwochen in Wien beim Opernball zu verbringen?

Das war ich! Ich war ja auch Schuld an der Verlobung vor zwei Jahren beim Opernball und habe gesagt: „Du, wir gehen zum Opernball“ und habe ihn damit auch etwas überrumpelt. Denn die Erwartungshaltung an Flitterwochen ist immer sehr groß. Macht man etwas Großes oder ganz Kleines?

Ich finde so eine Feier muss intim sein, das ist etwas Privates. Aber wie stellt man das an, wenn man es intim haben möchte und trotzdem die Öffentlichkeit daran teilhaben lassen will? Da fand ich diese Idee großartig.

 

Es ist kein weiter Weg vom Hotel zum Ball wie wichtig ist ihnen die Vorfahrt?

Dieses Jahr ist es nicht so spektakulär was das Fahrzeug angeht, das hatten wir ja schon. Aber es ist egal, ob ich mit Kutsche und sechs weißen Pferden vorfahre oder vom Fahrrad steige – Bei mir ist es immer spektakulär und mit big drama.

 

Um den Stargast von Richard Lugner wird auch jedes Jahr viel Drama gemacht. Sagt Ihnen Elisabetta Canalis etwas?

Ja, ich bin PETA Aktivist und Frau Canalis auch. Ich habe von PETA vor 1 ½ Wochen auch eine Anfrage bekommen ob ich nicht für Frau Canalis einen Kunstpelzmantel machen würde, für den Opernball. Das war aber sehr kurzfristig. Ich finde sie ist eine großartige Persönlichkeit und wenn Menschen im Leben etwas erreichen und ihre Träume leben dann ist das wunderbar.

 

Wen würden Sie denn als Stargast mitnehmen?

Ich bin doch selbst ein Stargast! (zwinker) Wissen Sie, ich nehme keine Stargäste mit. Wenn, dann nehme ich Freunde mit und das habe ich auch heute Abend. Ich habe Kristina Bach dabei.

Wissen Sie, es ist ja immer die Frage: Lade ich mir Freunde ein, oder buche ich mir einen Stargast für einen Abend. Das ist ein großer Unterschied. Es geht bei dem Ball nicht darum, einen Stargast mitzunehmen und Aufmerksamkeit zu erregen. Das ist ein Ball, bei dem man einen schönen Abend mit Freunden haben möchte.

Aber so schön der Ball ist: Viele meiner prominenten Freunde sind froh, wenn sie einmal nicht die Presse um sich haben müssen am Abend. Ich habe Freunde wie Bonnie Tyler privat bei mir zu hause und wir essen Pizza. Aber jeder hat das Recht, den mitzunehmen, den er mag.

Ich persönlich habe mir gedacht, ich habe mit Oswald Musielski einen Opernsänger als Gast der mir sehr am Herzen liegt und enge Freunde die ich schon lange kenne. Wenn sie ein Dinner geben, sollte es ja auch eine nette Gruppe sein, die sich unterhalten kann und unter sich Spaß hat. Und nicht das alle da sitzen nur weil man vielleicht gebucht wurde und die Zeit absitzt während man sich denkt, wann endlich der Flieger geht.

 

Würde es Sie reizen einen Ball selbst zu organisieren?

Ich habe auch schon Bälle organisiert aber so etwas wie der Opernball ist natürlich eine wahnsinnige Herausforderung. Ich glaube, besser kann man den gar nicht machen. Ich habe schon einmal gedacht, so ein Ball in Venedig würde sehr gut zu mir passen. Man könnte natürlich auch Mal in Wien etwas organisieren, immerhin ist Wien die Mutter aller Bälle.

 

Also finden Sie den Ball so wie er ist perfekt?

Ich finde den ganz perfekt so wie er ist, ja und wissen Sie, der Ball steht für sich. Ob da ein Weltstar ist, wer immer da kommt, das ist eigentlich alles nebensächlich. Der Ball ist die Hauptrolle, das Opern-Haus, die Blumen, die Debütantinnen, Das sind die Hauptakteure und die Nebenrollen bleiben, auch wenn sie sich manchmal in den Vordergrund drängen, Nebenrollen.

Ich freue mich sehr, auf die Debütantinnen und die wunderbaren Opernstars. Das ist das was mich erfreut. Es ist schön zu sehen wer kommt, wie sind die Damen bekleidet, wobei ich dabei nicht auf Prominente schaue, das ist für mich nicht interessant. Ich unterscheide da nicht. Für mich ist jede Frau eine Prinzessin. Es sind alles Menschen und es macht mir Spaß, wenn Menschen Freude und Spaß haben.

Diese Ballatmosphäre reißt mit und man hat das Gefühl man fliegt. Aber in Wien hat man sowieso das Gefühl Flügel zu haben. Man wirft mir immer vor ich wäre zu dekadent und dramatisch, aber Hauptsache am Dach der Albertina baut man extra noch eine Balustrade hin. Na Kinder, also hier bin ich doch eindeutig richtig.

 

Wissen Sie denn schon wie lange Sie in Wien bleiben werden?

Ich kann leider nur bis morgen (Freitag) bleiben, weil ich bereits wieder nach Frankfurt fliegen muss. Ich habe am Samstag zwei neue Porzellanserien zu präsentieren. Aber ich bin hin und wieder mal in Wien. Wir haben auch heute erst gesagt, der Herr Schroth und ich, dass wir unbedingt bald privat wieder her kommen müssen.

 

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