Am Montag ging der Prozess gegen die neun Angeklagten der sogenannten "Froschbande" zu Ende. Angesichts der "beispiellosen Gewalt" und der einschlägigen Vorstrafen wurden bei mehreren Angeklagten die Höchststrafen nochmals höher angesetzt.
Am Montag ging der Prozess gegen die neun Angeklagten der sogenannten "Froschbande" zu Ende. Angesichts der "beispiellosen Gewalt" und der einschlägigen Vorstrafen wurden bei mehreren Angeklagten die Höchststrafen nochmals höher angesetzt.
Die "Home Invasions" der Froschbande waren äußerst brutal. Die unzähligen Einbrüche zwischen Juni und September 2015 zogen eine Spur der Verwüstung und Angst durch Niederösterreich. Die Berufskriminellen standen dafür vor dem Gericht in Wr. Neustadt und erhielten am Montag ihr Urteil.
Hohe Haftstrafen fassten die neun Angeklagten aus, sie müssen zwischen 8,5 und 19 Jahre ins Gefängnis. "In beispielloser Weise sind die Männer mit brachialer und unnötiger Gewalt vorgegangen", begründete die Richterin das Urteil.
Der 32-jährige Kopf der Bande ist nun wegen mehrfachem schweren Raubes und Einbruchsdiebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen worden, er ist es, der die Höchststrafe von 19 Jahren ausgefasst hat.
Die Bande agierte in unterschiedlichen Besetzungen, was die Schwankungen in der Haftdauer begründet: Einmal 17 Jahre, zweimal 16,5 Jahre, einmal 13,5 Jahre, zweimal 13 Jahre, einmal 9,5 und einmal 8,5 Jahre.
Spur der Verwüstung durch Europa
Die rumänischen Bandenmitglieder belasteten sich während dem Prozess gegenseitig, es gab höchst widersprüchliche Angaben. In ihrem Heimatland sowie in Italien, Frankreich und Deutschland sind die teils miteinander verwandten Verurteilten einschlägig vorbestraft. Ihre Spur der Verwüstung zog sich somit nicht nur durch Niederösterreich, sondern durch ganz Europa, wie der Staatsanwalt sagte.