Weinstein: Auch Cara Delevingne wurde belästigt

US-Produzent Harvey Weinstein soll Cara Delevingne gezwungen haben, eine andere Frau in einem Hotelzimmer zu küssen.

Nach Angelina Jolie, Gwyneth Paltrowund zahlreichen anderen Frauen, die behaupten von dem US-Produzenten Harvey Weinstein sexuell belästigt oder sogar vergewaltigt worden zu sein, meldet sich nun auch Cara Delevingne zu Wort.

Auch sie wurde angeblich von dem 65-Jährigen sexuell belästigt, wie sie via Instagram in einem Statement bekannt gibt. Sie erzählt darin, dass im Jahre 2014 mit Harvey Weinstein telefonierte.

Unangenehmes Gespräch

Der Produzent soll ihr damals gesagt haben, dass sie als offen lebende homosexuelle Schauspielerin nie erfolgreich sein wird. "Es war ein sehr unangenehmes Gespräch", schrieb sie. Etwa ein Jahr später traf sie sich mit einem Regisseur in einer Hotel-Lobby, um mit ihm über ein neues Filmprojekt zu sprechen. Danach hatte sie einen Termin mit Weinstein, der sie in sein Hotelzimmer einlud. "Ich lehnte sofort ab. Doch seine Assistentin meinte, ich solle mit ihm mitgehen.", erzählt sie. Im Hotelzimmer war bereits eine andere Frau.

Weinstein wollte einen Dreier

Der Produzent verlangte daraufhin, dass sich die beiden Frauen küssen. Cara Delevingne lenkte vom Thema ab und fragte ihn, ob er wusste, dass sie singen kann. "Und dann sang ich. Ich dachte, das würde die Situation besser machen, professioneller, wie ein Vorsprechen. Ich war so nervös." Danach habe sie Weinstein gesagt, dass sie gehen müsse. Der Produzent wollte sie daraufhin küssen, doch die Schauspielerin wehrte sich dagegen und verließ das Zimmer. Letztendlich bekam sie trotzdem die Rolle.

Delevingne hat Schuldgefühle

"Seitdem fühle ich mich schrecklich, dass ich den Film gemacht habe. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Rolle nicht verdient habe. Ich wollte seine Familie nicht verletzen. Ich fühlte mich schuldig, als ob ich etwas falsch gemacht hätte. Ich hatte auch Angst, dass vielen Frauen, die ich kenne, so etwas passiert sein könnte - aber niemand aus Angst etwas gesagt hat", sagt Delevingne.

Sie sagt zudem, dass sie stolz auf die Frauen ist, die sich getraut haben, etwas zu sagen: "Ich bin stolz auf die Frauen, die den Mut haben, darüber zu sprechen". Am Schluss gibt sie noch einen Rat für alle Frauen, die eine solche Erfahrung gemacht haben:

"Es ist niemals eure Schuld! In jeder Industrie, besonders in Hollywood, missbrauchen Männer ihre Macht und kommen damit davon. Je mehr wir darüber reden, desto weniger Macht geben wir ihnen. Und an diejenigen, die diese Männer verteidigen: Ihr seid ein Teil des Problems!"

(red)

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