"Corona-Massentests wie Wahlen organisieren"

Eine Frau beim Corona-Test (Symbolbild)
Eine Frau beim Corona-Test (Symbolbild)Picturedesk/ERWIN SCHERIAU
Salzburgs Landeshauptmann Haslauer zeigt sich angesichts der anstehenden Corona-Massentests optimistisch. Sie sollen wie "Wahlen organisiert werden".

Im Vorfeld der Corona-Massentests herrschen noch viele Zweifel. Wie Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Mittwoch erklärte, gab es seit Februar 2,9 Millionen Testungen in Österreich. Wie man also in so kurzer Zeit eine Bevölkerung von neun Millionen testen soll, erscheint ihm fraglich.

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sieht das anders. Die Massentests werde man "wie Wahlen organisieren". Das funktioniere über die Wahlsprengel mit Hilfen der Gemeinden, dem roten Kreuz, der Feuerwehr und vielen freiwilligen Ärzten und Apothekern.

60 Prozent der Bevölkerung bei Tests erwartet

Die Testungen in Salzburg sollen am 12. und 13. Dezember stattfinden. "Wir orientieren uns an Südtirol und gehen davon aus, dass 60 Prozent der Bevölkerung teilnehmen", so Haslauer. "Es ist eine riesige Chance, viele positive Infizierte, die von ihrer Erkrankung nichts wissen, zu informieren und entsprechend abzusondern."

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Das Ziel der Massentests sei es, "uns selbst zu schützen". Der ÖVP-Politiker geht davon aus, dass rund ein bis zwei Prozent positiv sein werden. Er erwartet in Salzburg etwa 300.000 Teilnehmer. 1.200 Personen an Personal sollen im Einsatz sein.

Klar ist, dass trotz der Massentests Weihnachten heuer anders stattfinden wird. "Fast nichts war normal heuer, auch Weihnachten wird reduzierter sein, Familienfeiern werden zurückgefahren", so Haslauer. Er appelliert an die "Bereitschaft, diesmal etwas anders zu feiern".

Ski-Start vor Weihnachten?

Was den Start der Ski-Saison betrifft, geht Salzburgs Landeshauptmann davon aus, dass dieser vor Weihnachten stattfinden wird. "Letztlich entscheidet das die Bundesregierung, aber es ist wichtig, das die Betriebe Planungssicherheit bekommen."

Weiter könne er einen sicheren Ski-Urlaub garantieren. "Es wurden über den Sommer Konzepte ausgearbeitet, es wird kein Apres Ski geben, auch die Gastronomie wird anders organisiert sein, aber der Sommer hat gezeigt, dass es fast keine Infektionen bei Touristen gab."

Deutsche Gäste werden zu Weihnachten eher nicht nach Salzburg auf Skiurlaub fahren. Das bereitet Haslauer keine großen Sorgen: "Die Ski-Saison endet ja nicht zu Silvester und geht bis Ostern."

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