"Hat mir wehgetan!" Kühbauer spricht erstmals über Aus

Didi Kühbauer
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Ex-Trainer Didi Kühbauer spricht mit Ski-Ikone Michaela Kirchgasser erstmals über seinen Rauswurf bei Rapid. Er zeigt sich tief verletzt.

In der Länderspielpause endete bei Rapid die Ära Didi Kühbauer nach mehr als drei Jahren. Der 50-Jährige musste nach durchwachsenen Leistungen und der sechsten Liganiederlage, einem empfindlichen 1:4 in Wolfsberg, gehen. Steffen Hofmann und Thomas Hickersberger folgten ihm interimistisch nach.

Wenn sie am Donnerstag in der Europa League den englischen Klub West Ham empfangen, sitzt Kühbauer vor dem TV-Gerät und sieht zu. Dass verrät der nun arbeitslose Ex-Coach im ServusTV-Interview. Kühbauer äußert sich im Gespräch mit Ex-Ski-Star Michaela Kirchgasser erstmals öffentlich über seinen Rauswurf.

Wehmütig sagt er: "Rapid war meine große Liebe, obwohl ich für jeden Klub gerne gearbeitet habe. Es hat mir eine unglaubliche Freude gemacht. Rapid wird trotzdem über allem stehen."

Der Schmerz über die Trennung ist ihm deutlich anzumerken. Über seine Amtszeit bei den Hütteldorfern sagt er: "Ich bin zu einer Mannschaft gekommen, die den Egoismus ausgelebt hat, die teuerste Rapid-Mannschaft war. Ich habe Krammer (damaliger Präsident, Anm.) gesagt, da müssen wir was ändern. Wir haben viele ausgetauscht. Wir haben auch den Vizemeistertitel erreicht."

Was dann heuer schief lief? "Die Mannschaft war am Limit. Es war diese Saison sehr schwierig. Es hat irgendwann so kommen müssen."

Im ersten Match nach Kühbauer schlug Rapid Altach mit 1:0. Der Ex-Trainer gibt zu: "Ich habe das Spiel noch nicht gesehen. Weil ich es im Moment noch nicht kann." Die Botschaft der Fans, die sich bei der Klub-Ikone bedankten, hat ihn aber erreicht: "Freunde haben mir das geschickt. Ich möchte mich bei den Fans bedanken. Es ist der beste Support in Österreich."

Die Rapid-Fans verabschieden sich von Didi Kühbauer.
Die Rapid-Fans verabschieden sich von Didi Kühbauer.Twitter

Der einzig gute Aspekt der Trennung sei, nun mehr Zeit für die Familie zu haben. Für seine Frau sei es speziell in den letzten Monaten immer schwieriger geworden. "Vielleicht kann ich das jetzt zurückgeben."

Kühbauer blickt auf die Tage seit der Entlassung zurück: "Ich bemerke, dass ich wieder runterkomme. Die erste Woche bin ich noch auf Hochgas gefahren, obwohl ich nicht mehr bei Rapid war. Ich kann mich jetzt wieder mit Fußball beschäftigen. Die erste Woche hat es mir wirklich noch wehgetan.

Das Spiel gegen West Ham wird er wieder verfolgen. Hier könnt ihr das im "Heute"-Liveticker machen. Kühbauer: "Wenn sie gewinnen, verspreche ich ihnen, werde ich ein Flascherl aufmachen. Auch wenn es ihnen nix bringt. Aber ich wünsche es den Burschen wirklich."

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