Hat Vater seine Tochter (25) zu Tode getrampelt?

Wagenhausen von der Burg Hohenklingen aus gesehen. In der Mitte ehemalige Propstei Wagenhausen.
Wagenhausen von der Burg Hohenklingen aus gesehen. In der Mitte ehemalige Propstei Wagenhausen.Bild: Wikimedia/Adrian Michael, CC BY 3.0
Im Mordfall von Wagenhausen sind neue gruselige Details ans Licht gekommen. Demnach könnte der Vater seine kleinwüchsige Tochter mit den Füssen traktiert haben.
"Ich ging sofort heim und konnte nicht glauben, was ich sah. Vanessa lag mit blauen Lippen und bleicher Haut da", sagt Kurt R. gegenüber dem "Blick". R. ist der Ex-Freund der getöteten Vanessa W. (†25). Erstmals schildert er gegenüber der Zeitung, wie er jenen verhängnisvollen 2. Januar 2016 erlebt hat.

Vanessa und ihr damals 48-jähriger Vater hatten zusammen mit Kurt R. in dessen Wohnung Silvester gefeiert. Am 2. Januar war Kurt R. dann unterwegs, Vater und Tochter waren zu zweit in der Wohnung. Vanessa W. hatte ihren Vater erst zwei Jahre zuvor kennengelernt. Es war ihr großer Wunsch gewesen, ihn zu treffen. Nachdem ihre Mutter sich geweigert hatte, seine Identität zu verraten, hatte sich die kleinwüchsige, lernschwache Vanessa allein auf die Suche nach dem Vater gemacht. Es sollte ihr Verderben sein.

Thai-Massage auf den Bauch?

Was genau vorgefallen ist in der Wohnung, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Als Kurt R. zu Hause ankam, lag Vanessa leblos am Boden, ihr Vater sei bei ihr gewesen. Er habe wohl versucht, sie wiederzubeleben, sagt R. Vergeblich: Später wird festgestellt, dass Vanessa W. an einer schweren, stumpfen Unterleibsverletzung gestorben ist. Der genaue Todeszeitpunkt bleibt unklar.

Vanessas Vater hat laut Kurt R. ausgesagt, er habe seiner Tochter mit den Füssen eine Thai-Massage auf den Bauch gegeben. Den Akten zufolge habe die Leiche zudem einen offenen After gehabt.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Der Vater sitzt derzeit in Haft und soll in den nächsten Monaten wegen eventualvorsätzlicher Tötung, Schändung und Störung des Totenfriedens vor Gericht kommen.

Kurt R. hat seine Zelte im Thurgau abgebrochen, um an einem anderen Ort neu anzufangen. Wie der "Blick" schreibt, lebt er in einem kleinen Dorf im Kanton Solothurn, wo er als Kellner jobbt. (20 Minuten)

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