Häufiger Sex senkt das Krebs-Risiko deutlich

Unter Schmerzen erleidet der Amerikaner Orgasmus auf Orgasmus.
Unter Schmerzen erleidet der Amerikaner Orgasmus auf Orgasmus.Bild: Fotolia

Eine amerikanische Studie hat tausende Männer getestet, mit verblüffendem Ergebnis: Wer oft "kommt", erspart sich den Trip in die Onkologie.

In einer Langzeitstudie wurden seit 1992 rund 32.000 Männer regelmäßig zu ihrem Sexualleben befragt. Besonders genau interessierten sich Untersuchungsleiterin Jennifer Rider und ihr Team für die Menge an monatlichen Samenergüsse.

Diese wurden dann mit der Anzahl der Krebserkrankungen unter den Probanden verglichen.

Bei der Auswertung kamen dabei erstaunliche Ergebnisse zu Tage: Männer, die mindestens 21 Mal im Monat "kommen", haben ein deutlich geringeres Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Verglichen mit den weniger aktiven Männern, gab es unter den Vielspritzern 19 bis 22 Prozent weniger Erkrankungsfälle.

In der Studie wurde nicht zwischen Orgasmen während dem Sex und selbst herbeigeführten Höhepunkten unterschieden. Dafür waren die Forscher darauf angewiesen, dass sich tausende Männer an die genaue Anzahl ihrer Orgasmen erinnerten und auch korrekte Angaben lieferten.

"Die Resultate unserer Studie lassen darauf schließen, dass Samenerguss und geschützte sexuelle Aktivität für Erwachsene eine günstige Strategie zur Minderung des Krebsrisikos an der Prostata ist", so Rider, die mittlerweile an der Boston University forscht.

Insgesamt sei es aber noch zu früh, endgültige Schlüsse zu ziehen. Weitere Studien müssten sich genauer dem Thema widmen um eventuelle Einflüsse unbekannter Faktoren ausschließen zu können.

(red)

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