Mit dem neuen Fahrplan verschlechtert sich die Situation für Pendler im Raum St. Pölten. 25 Züge sollen gestrichen werden, die Politiker protestieren dagegen. Wir haben den Schwarzen Peter gezogen, urteilt Grüne-Stadträtin Silvia Buschenreiter, selbst Pendlerin.
Ganze 27 Minuten dauerte die Gemeinderatssitzung in St. Pölten. Dabei wurde im Eilzugstempo eine Resolution gegen die Zugskürzungen beschlossen.
Was sich die Stadt davon verspricht? Dass man den Fahrplan nochmals überdenkt, so Bürgermeister Matthias Stadler (SP). Wenn 25 Züge wegfallen, ist das ein ganz massiver Einschnitt, den wir uns nicht leisten können. Schließlich ist der Bahnhof in St. Pölten täglich Anlaufpunkt für 28.000 Pendler.
Die VP vermutet, hinter den Kürzungen könnten reine Einsparungen zugunsten des Güterverkehrs stehen. Offenbar ist der interessanter als der Personenverkehr, so Vizebürgermeister Hannes Sassmann, der den Vorschlag zur Resolution hatte.
Grüne-Stadträtin Buschenreiter fährt jährlich Tausende Kilometer mit der Bahn und ist sauer: Es ist ein echter Skandal, zu behaupten, durch das Wegfallen der Züge würde sich die Pünktlichkeit verbessern. ecz