Hausbesitzer verletzten syrische Familie

Eine Mutter samt Sohn und Schwiegertochter standen in Kärnten am Donnerstag vor Gericht, weil sie eine syrische Familie gewaltsam genötigt haben, aus ihrem Haus auszuziehen. Die Syrerin und ihr Kind erlitten Brüche. Der Prozess endete mit einer Diversion.

Zur Vorgeschichte: Vor genau einem Jahr war in Völkermarkt die Polizei zu einer Körperverletzung alarmiert worden, seil die Besitzerfamilie eines Mietshauses in Kühnsdorf die Bewohner - ein syrisches Ehepaar mit Kind - mehrfach aufgefordert hatten, ihr Haus zu verlassen. Die Familie weigerte sich jedoch, woraufhin die Familie die Haustüre aushängten und gewaltsam wurden. Einer der Beschuldigten soll auch mit Gesten des Kopfabschneidens gedroht haben, außerdem soll auch ein Hund auf die Familie losgelassen worden sein.

Die syrische Ehefrau hatte bei dem Gerangel einen Bruch am linken Fuß und das Kind einen Nasenbeinbruch erlitten. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden. Auch der Hausbesitzer gab an, Verletzungen erlitten zu haben.

Die Angeklagten waren sich vor Gericht keiner Schuld bewusst. Erst nach einer zehnminütigen Unterbrechung und Beratung mit dem Anwalt nahmen die drei ein Diversionsangebot an. Jeder der drei Beschuldigten muss 4.800 Euro plus 200 Euro Verfahrenskosten bezahlen.

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