Hausbewohner "zündet" Cannabis-Züchter an

Eine Cannabis-Plantage in seinem Wohnhaus machte einen Simmeringer unentspannt, er alarmierte die Polizei, verpfiff den Nachbarn. Die Beamten kamen zur Ernte.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt – das wusste schon der deutsche Dramatiker Friedrich von Schiller. Am 03. Mai gegen 18.30 Uhr spielte sich nun in Wien-Simmering ein Schillersches Drama ab. Wobei: So fromm war das Opfer des Stücks dann doch nicht…

Ein Nachbar verständigte die Polizei, weil er in einer Wohnung in der Meidlgasse eine Hanfplantage vermutete. Beamte der Polizeiinspektion Kaiserebersdorfer Straße rückten aus – und wurden fündig: "In der besagten Wohnung entdeckten sie eine professionelle Indoor-Hanfaufzucht mit insgesamt 39 Cannabis-Pflanzen", so Polizei-Pressesprecher Harald Sörös. Die "Grow-Boxen" waren mit Ventilatoren und Leuchtstrahlern ausgestattet.

Beamte des Landeskriminalamts (Außenstelle Süd) stellten die Pflanzen sowie eine geringe Menge bereits geerntetes Marihuana sicher. "Der 41-jährige Tatverdächtige behauptete bei seiner Einvernahme, das Suchtgift nur für den Eigenkonsum zu verwenden", so Sörös. Er wurde auf freiem Fuß nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. (ck)

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