Die französische Polizei hat die Wohnung des konservativen französischen Präsidentschaftskandidaten Francois Fillon durchsucht. Schon seit längerem ermitteln die Behörden gegen Fillon, weil er seine Frau als parlamentarische Mitarbeiterin scheinbeschäftigt haben soll.
Die Durchsuchung wurde der Zeitung "Le Journal du Dimanche" aus dem Umfeld des Kandidaten bestätigt. Die Polizisten hätten mehrere Dokumente beschlagnahmt. Die Justiz ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Hinterziehung öffentlicher Gelder. Seine Frau Penelope Fillon war jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin für ihn angestellt. Fillon weist den Vorwurf einer Scheinbeschäftigung zurück.
Die Umfragewerte des 62-Jährigen sind seit Bekanntwerden der Affäre Ende Januar deutlich zurückgegangen Nach jetzigem Stand würde er den Einzug in die Stichwahl am 7. Mai verfehlen. Er liegt in Umfragen hinter der rechtsextremen Front-National-Chefin Marine Le Pen und dem parteilosen Mitte-Kandidaten Emmanuel Macron.