Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat am Dienstag eine Hausdurchsuchung bei Rewe International in Wiener Neudorf duchgeführt. Die Hausdurchsuchung laufe mit 15 Mitarbeitern, Anfangs seien zusätzlich 15 Kriminalbeamte dabei gewesen, hieß es am Dienstag. Die BWB hatte bereits am Montag bei dem Großkonzern nach Unterlagen gesucht.
Die BWB vermute "horizontale und vertikale" Preisabsprachen, also mit Lieferanten und mit Wettbewerbern. So lautet der Verdacht einerseits, dass mit Lieferanten Preise vereinbart würden, die von den Lieferanten dann auch mit Konkurrenten fixiert werden.
Konzern bestätigt Hausdurchsuchung
Der Lieferant wäre die "Informationsplattform". Solche Absprachen gelten als "Sternkartell". Andererseits vermutet die BWB aber auch direkte Preisabsprachen mit Konkurrenten. Die Hausdurchsuchung dauere noch an, finde aber derzeit nur an einem Rewe-Standort statt, hieß es in der BWB. Nun werde wie üblich das Material gesichtet, Fristen für weitere Maßnahmen hat die BWB nicht.
Rewe-Sprecherin Corinna Tinkler bestätigte unterdessen, dass die BWB eine Hausdurchsuchung in der Zentrale in Wiener Neudorf durchführt. "Wir haben der Behörde die Unterlagen zur Verfügung gestellt und arbeiten mit ihr zusammen." Mehr wollte die Sprecherin aber mit Verweis auf eine laufende Untersuchung nicht sagen.
APA/Red.