Hausdurchsuchungen bei der OMV

Die EU-Kommission hat Gaslieferanten in Mittel- und Osteuropa wegen des Verdachts illegaler Absprachen durchsucht - in Österreich gab es Razzien bei der OMV-Gruppe.

Die Konzerne hätten gegen EU-Wettbewerbsrecht  verstoßen oder Informationen über die Verstöße von anderen Unternehmen, so der Verdacht. Der Vorwurf konkret: Märkte seien aufgeteilt, Konkurrenten am Markteintritt gehindert und Preise abgesprochen worden. Auch am Mittwoch fanden Razzien statt.
Statement von OMV

Laut OMV finden in mehreren europäischen Ländern Nachprüfungen der EU-Kommission statt. "Wir kooperieren selbstverständlich mit den Behörden und unterstützen diese bei ihren Nachprüfungen“, hieß es im OMV-Statement.
Die EU-Kommission verdächtigt mehrere Erdgas-Unternehmen in Europa des wettbewerbswidrigen Verhaltens. Fahnder haben Geschäftsräume von Versorgern in mehreren zentral- und osteuropäischen Ländern unangemeldet durchsucht, teilte die EU-Kommission am Dienstagabend in Brüssel mit. Es handle sich um Unternehmen, die in der Versorgung, der Lieferung und Lagerung von Erdgas aktiv seien - im Fokus stünden die Versorgungsmengen.



Falls die EU-Wettbewerbshüter später ein Kartellverfahren eröffnen sollten, drohen den beteiligten Unternehmen hohe Bußgelder. Diese können bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes betragen. Preis- und Konditionenabsprachen zum Schaden von Verbrauchern und Kunden sind in der EU streng verboten.



Durchsuchungen an drei Standorten

Aus der Bundeswettbewerbsbehörde in Wien wurde am Dienstagabend bestätigt, dass es in Österreich an drei Standorten von OMV-Unternehmensgruppen Ermittlungshandlungen gegeben hat.



Neben Büros der OMV wurden noch Räumlichkeiten der ebenfalls zur OMV gehörenden Beteiligung Econgas durchsucht, und zudem die Gashandelsgesellschaft Centrex, eine Tochter der Gazprombank.



 

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