Während Windkraft und Solarenergie von Wetterbedingungen abhängig sind, bietet das Meer eine konstante Energiequelle. Ein internationales Forscherteam hat nun ein Konzept entwickelt, um die Kraft der Meereswellen noch effizienter zu nutzen.
Die Wissenschaftler der Universitäten Adelaide, Melbourne und Augsburg untersuchten Bojen-Kraftwerke, die so groß wie kleine Häuser werden können. Diese schwimmenden Stromerzeuger können mehrere hundert Haushalte mit Energie versorgen.
Das Problem: Werden mehrere solcher Bojen zu einer Farm zusammengeschlossen, behindern sie sich gegenseitig, heißt es auf heise.de. Es entstehen Abschattungen und Streueffekte, die den Stromertrag mindern.
Die Forscher fanden heraus, dass sich die Resonanzfrequenz jeder einzelnen Boje einstellen lässt. Auch die Schwergängigkeit des jeweiligen Dynamos kann angepasst werden. Über diese beiden Parameter lässt sich der Stromertrag für jede Boje optimieren.
Ein entscheidender Vorteil gegenüber Wind- und Solarenergie: Wellenkraft kennt keine Dunkelflaute. Das Meer steht nie still, weshalb rund um die Uhr Energie gewonnen werden kann.
Bis zur kommerziellen Nutzung ist es allerdings noch ein weiter Weg. Moderne Wellenkraftwerke müssen erst entwickelt und gebaut werden - und das ist sehr teuer. Dennoch sehen die Wissenschaftler großes Potenzial in der Technologie.