Havariertes Party-Schiff wird im Dezember entfernt

Bis zum 31. Oktober muss "Johann Strauss"-Pächter Norbert Weber das Wrack im Donaukanal entfernen lassen, hieß es von der Stadt. Die Frist verstrich. Jetzt springt die Stadt ein.

Die Stadt Wien versucht seit Jahren, das Wrack am rechten Ufer des Donaukanals stromaufwärts der Salztorbrücke entfernen zu lassen. Das Problem ist der Besitzer des Schiffs, der ein "alter Bekannter" der Stadt ist: Norbert Weber, Ex-Pächter der CopaCagrana, der sich nach einer Heirat Norbert Michael Waldenburg nennt.

Am 10. Oktober stellte die Stadt Waldenburg ein Ultimatum: Das Wrack muss bis 31. Oktober wegen Gefahr im Verzug abgeschleppt werden. "Das Schiff ist derart desolat, dass eine ordnungsgemäße Benutzung unmöglich ist und darüberhinaus Gefahr für Mensch, Umwelt und Eigentum anderer besteht", hieß es damals aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) – "Heute" berichtete.



Neuer Besitzer plane neue Partylocation

Doch der zeigte sich – wie berichtet – wenig beeindruckt. Er werde dem Bescheid nicht nachkommen, da er das Schiff bereits vor Monaten an den Immobilieninvestor Jamal Al-Wazzan verkauft habe, ließ er verlauten. Und außerdem habe der neue Besitzer viel vor, mit der heruntergekommenen "Johann Strauss", wolle sie um 500.000 zur Partylocation ausbauen.

Stadt will Schiff nun selbst entfernen

Jetzt reicht es der Stadt: Laut "Kurier" bereitet die Stadt eine "Androhung zur Ersatzvornahme" vor, wird nun selbst für den zwangsweisen Abtransport sorgen. Noch im Dezember soll das havarierte Party-Schiff abgeschleppt werden. Geschätzte Kosten: 100.000 Euro. (ck)

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