Ausgerechnet Kai Havertz hat Bayer Leverkusen auf dem Weg in die ersehnte nächste Runde der Champions League eine bessere Ausgangsposition vermiest. Dennoch bot der Werksklub dem scheinbar übermächtigen FC Arsenal eindrucksvoll Paroli und hat weiter gute Chancen auf das erste Champions-League-Viertelfinale seit 24 Jahren. Die Werkself trotzte dem Premier-League-Tabellenführer beim Wiedersehen mit Havertz im ersten Achtelfinal-Duell ein 1:1 (0:0) ab und gab dabei eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel erst spät aus der Hand.
Vor allem Andrich wirkte zu Beginn überfordert. Der Bayer-Kapitän ließ sich zu zwei Fouls an Arsenal-Angreifer Viktor Gyökeres hinreißen und kassierte früh die Gelbe Karte. Bayer kam dann aber etwas besser in die Partie, Christian Kofane (7.) hatte den ersten Abschluss der Partie. Arsenal war um Spielkontrolle bemüht, Leverkusen stand kompakt und lauerte auf schnelle Umschaltsituationen.
Eine solche nutzten dann fast die Londoner zur Führung: Über Gyökeres landete der Ball halblinks bei Gabriel Martinelli, der mit einem wuchtigen Abschluss die Latte traf (20.). Bayer zeigte sich davon aber unbeeindruckt und hielt stark dagegen. Kofane machte im Sturmzentrum immer wieder Bälle fest und stellte die Defensive der Gunners vor Probleme. Auch offensiv fanden die Engländer kaum Lösungen. Bis zur Pause war es ein Spiel auf Augenhöhe. Bayers Ibrahim Maza schoss bei einem Konter links vorbei (45.+1).
Kurz nach dem Seitenwechsel ging Leverkusen dann in Führung: Andrich köpfte nach einer Ecke am zweiten Pfosten ein - und Arsenal geriet erstmals in dieser Königsklassen-Saison in Rückstand. Die Gunners versuchten zu antworten, doch auch die ansonsten gefürchteten Standards blieben zunächst wirkungslos. Angeführt vom starken Exequiel Palacios verteidigte Bayer lange leidenschaftlich die Führung - dann traf ausgerechnet Havertz.