Frau des Emirs von Dubai flüchtet mit 31 Mio. Pfund

Prinzessin Haya bint al-Hussein, die Ehefrau des Scheichs Mohammed bin Rashid al-Maktoum, dem Herrscher von Dubai, ist verschwunden.
Prinzessin Haya bint al-Hussein, die Ehefrau des Scheichs Mohammed bin Rashid al-Maktoum, dem Herrscher von Dubai, ist verschwunden.Bild: Reuters
Die Frau des Herrschers von Dubai ist verschwunden. Medienberichten zufolge ist sie vor ihrem Mann geflüchtet – samt Kindern und 31 Millionen Pfund.
Internationale Medien, allen voran britische, berichten seit Tagen über das Verschwinden von Prinzessin Haya bint al-Hussein, der Ehefrau des Scheichs Mohammed bin Rashid al-Maktoum, dem Herrscher von Dubai. Sie soll mit ihren zwei Kindern und insgesamt 31 Millionen Pfund aus Dubai geflüchtet sein. Wohin, ist unklar.

Während zum Beispiel der "Guardian" schreibt, dass die 45-Jährige sich derzeit in Großbritannien aufhalte und sich am Obersten Gerichtshof in London gar mit ihrem Noch-Ehemann in einem Streit befinde, meldet die "Times", dass Haya in Deutschland Asyl beantragt habe.

Fakt ist: Haya informierte auf ihrem Twitter-Account stets über ihr humanitäres Engagement. Seit Februar ist dieser jedoch verstummt. Radha Sterling, Menschenrechtlerin und Gründerin von "Detained in Dubai", schrieb zudem auf Twitter: "Ich habe mehr Informationen erhalten, die die Geschichte bestätigen. Die Frage ist nun, ob Jordanien und die VAE sich darauf einigen, dass sie schweigt, oder ob sie an die Öffentlichkeit geht."

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Wer ist Prinzessin Haya?



Prinzessin Haya ist die Halbschwester des jordanischen Königs Abdullah II. und die jüngste der insgesamt sechs Frauen von Scheich Maktoum. Mit ihrem Gatten soll sie vor allem die Faszination für Pferde verbunden haben.

Auf ihrer offiziellen Website beschreibt sich die Prinzessin als "eine Frau mit vielen Facetten", als hingebungsvolle Mutter und Ehefrau, Olympia-Athletin, ehemaliges Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, ehemalige Präsidentin des Internationalen Reitverbandes und als erste jordanische Frau, die eine Lizenz zum Führen schwerer Lastwagen besaß.

Sowohl als Botschafterin des Welternährungsprogramms als auch mit eigenen Organisationen setzte sich Prinzessin Haya aktiv für die weltweite Bekämpfung von Hunger und Armut ein. Sie wurde an Privatschulen in Großbritannien unterrichtet und studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft an der Universität Oxford.

Bereits zwei Töchter des Emirs haben das Weite gesucht



Sollte Haya tatsächlich geflohen sein, wäre sie nicht die erste Frau aus den Kreisen des Emirs, die das versuchte. Laut Medienberichten stürmte seine Tochter Shamsa 2000 vom Grundstück ihres Vaters in einer englischen Grafschaft. Einige Wochen später soll sie in Cambridge entführt und am nächsten Tag nach Dubai geflogen worden sein. Dort soll sie acht Jahre im Gefängnis verbracht haben.

Im März vergangenen Jahres versuchte Latifa, ebenfalls eine Tochter des Scheichs, zu fliehen. Einer BBC-Dokumentation zufolge hatte die junge Frau ihre Flucht sieben Jahre lang geplant. So soll sie sich einem französisch-US-amerikanischen Geschäftsmann anvertraut haben, der sie auf seinem Boot nach Indien bringen sollte. Kurz bevor dieses das indische Festland erreichte, wurde es von der indischen Küstenwache aufgegriffen.

Das Gedicht



Wie die britische "Sun" schreibt, hat der zurückgelassene Scheich in der Zwischenzeit zwei Gedichte verfasst und auf seiner Poesie-Website veröffentlicht. Im ersten bittet er: "Vergib mir meine Fehler und belohne meine guten Taten." Im anderen spricht er von Verrat. (rab)

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