Szene

HC gratuliert Conchita nach Fast-Shitstorm doch

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:13

Während Udo Jürgens stolz auf Conchita, ihren Sieg und die Toleranz in Europa ist, hielt sich HC Strache lange bedeckt. Nachdem er bei seinen eigenen Followern und Usern fast einen Shitstorm auslöste, gratulierte er der Song Contest-Gewinnerin doch noch. Andere Töne hört man aus Russland: Dort sieht man den Untergang Europas durch den Sieg der Österreicherin. Ein Politiker meinte gar, die Russen hätten Österreich nach dem 2. Weltkrieg nie die Freiheit geben sollen.

Während . Ein Politiker meinte gar, die Russen hätten Österreich nach dem 2. Weltkrieg nie die Freiheit geben sollen.

Vor Conchitas Auftritt im Finale spottete FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache über sie,. Dann gewann die bärtige Sängerin für Österreich und HC Strache musste sich von den eigenen Followern und Usern kritisieren lassen.

Heftige Kommentar-Schelte

Deshalb gratulierte er ihr am Sonntagnachmittag doch noch, musste aber ein wenig am Wording feilen. Seine ursprüngliche Formulierung im Facebook-Post ("Ich stehe nicht an, zu gratulieren") war nämlich von vielen als das Gegenteil verstanden worden, weswegen es heftige Kommentar-Schelte setzte.

Strache: Können wohl "nicht sinnerfassend lesen"

Die vermeintlich negative Stellungnahme brachte ihm bei einigen Anhängern zwar Wohlwollen ein, andere allerdings gaben sich regelrecht "enttäuscht". Strache vermutete dann seinerseits, dass manche wohl "nicht sinnerfassend lesen" könnte - und überarbeitete seinen Eintrag: "Ich gratuliere" hieß es somit unzweideutig. Die Einleitung blieb gleich, nämlich ein Verweis auf die "Unterschiedlichkeit von Auffassungen, die Menschen im Hinblick auf 'Kunstfiguren' wie Conchita Wurst durchaus berechtigt haben können".

Russen: Es war ein Fehler, Österreich die Freiheit zu geben

In Russland könnte man glauben, dass am Samstag in der Nacht die Welt untergegangen ist. Vom Vizeregierungschef an abwärts sind viele Politiker entsetzt. Das Ergebnis zeige "Anhängern einer europäischen Integration, was sie dabei erwartet - ein Mädchen mit Bart", schrieb Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter.

"Wir hätten dort bleiben sollen."

Der nationalistische Abgeordnete Wladimir Schirinowski sagte Europa gar den Untergang voraus. "Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas", sagte Schirinowski.  "Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es", ergänzte der Politiker und fügte hinzu: "Vor fünfzig Jahren (sic!) hat die Sowjetarmee Österreich besetzt und wir waren bis 1955 dort. Es war aber ein Fehler, dem Land die Freiheit zu geben. Wir (unsere Truppen, Anm.) hätten dort bleiben sollen." Er bezog sich auf die Besatzungszeit in Österreichs Osten nach dem Zweiten Weltkrieg.

APA/red.

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