Liesing: FPÖ-Bezirksräte laufen zum DAÖ über

Strache kann sich über zwei weitere FPÖ-Überläufer in Wien freuen.
Strache kann sich über zwei weitere FPÖ-Überläufer in Wien freuen.Bild: picturedesk.com
Zwei FPÖ-Mandatare sind am Montag zur Strache-Liste gewechselt. Die FPÖ vermutet, dass der mittlerweile abgesagte Parteitag torpediert werden sollte.
Schlicht "die Nase voll" hatten die Ex-FPÖ-Bezirksräte Thomas Neuhuber und Anton Kittenberger, darum seien sie zur DAÖ (Die Allianz für Österreich) gewechselt, so Parteichef Karl Baron am Montag. "Mit den beiden Bezirksräten begrüße ich zwei weitere sehr verdiente Mitstreiter in unser Bürgerbewegung", so Baron.

Torpedierung des Parteitags

FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf vermutet: "Das war Teil des Drehbuchs des Herrn Rumpold (Anm. Ex-FPÖ-Politiker Gernot Rumpold managt die PR der DAÖ, er wurde in der Telekom-Affäre wegen Betrugs verurteilt). Stumpf vermutet, dass das überlaufen der beiden Bezirksräte gezielt den FPÖ-Parteitag am 14. März hätte crashen sollen. Dieser wurde wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben.

DAÖ hat die Corona-Krise verschlafen

Im Gespräch mit "Heute" meint Stumpf: "Guten Morgen liebe DAÖ, die Republik hat derzeit andere Sorgen". Laut Stumpf hat die zukünftige Liste Strache offensichtlich "nicht mitbekommen" in welchen Schwierigkeiten sich Österreich derzeit befindet. Nachtrauern wird ihnen Stumpf nicht. Laut ihm gehören Neuhuber und Kittenberger "nicht zu den fleißigsten" FPÖ-Mandataren.

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Die DAÖ gründete sich im Dezember 2019 als Abspaltung dreier Wiener FPÖ-Gemeinderäte. Federführend dabei war Strache- Intimus Karl Baron. Im Februar kündigte Heinz-Christian Strache an, die Liste als Spitzenkandidat in die Wien-Wahl 2020 führen zu wollen.



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