Heer verkauft Panzer zum Schleuderpreis an Lettland

Die Reichweite der Kanonen beträgt bis zu 25 Kilometer (Symbolbild)
Die Reichweite der Kanonen beträgt bis zu 25 Kilometer (Symbolbild)Bild: Hbf/minich
Um einen Pappenstiel hat das Bundesheer nun 47 ausgemusterte Panzer an die lettische Armee verkauft. Argument: "Wir hätten sie sonst verschrotten müssen!"
Der patscherte Deal des Heeres mit den Letten wurde im April dieses Jahres abgeschlossen: 47 Panzerhaubitzen aus den 1960er-Jahren sollen ab September für läppische sechs Millionen Euro überstellt werden, laut Experten nur ein Zehntel jenes Wertes, den die generalüberholten aber nie gebrauchten Kriegsgeräte haben.

3.000 Arbeitsstunden pro Stück

Die Fahrzeuge waren seit 2002 komplett zerlegt und auf den neuesten technischen Stand gebracht worden, in jedem Gerät stecken 3.000 Arbeitsstunden, seither stehen die Panzer in Reih und Glied in einer Halle der Klagenfurter Laudonkaserne. Von einer Mobilmachung der tonnenschweren Geräte hatte man im Zuge der Heeresreform 2010 abgesehen.

Schutz gegen Russland

Je nach Typ sollen die Haubitzen 60– 140.000 Euro wert sein, in der stärksten Ausführung haben die Kanonen eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern. Lettland will sich damit gegen einen möglichen Angriff Russlands schützen.

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Christof Hofmeister, Pressesprecher des Militärkommandos Kärnten, müht sich um eine logische Erklärung: "Ohne Verkasuf hätten wir die Haubitzen womöglich verschrotten müssen." Die nicht verkauften Geräte bleiben vorerst in Österreich. (wapo)

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