Das Ministerium erwartet sich Einsparungen, das Heer ist skeptisch, die Nahversorger bangen um Existenz. Die Maximiliankaserne Wr. Neustadt soll demnächst ganz Ost-Österreich mit warmem Essen versorgen.
Nächster Paukenschlag beim Bundesheer: Jetzt sollen die Kasernen in NÖ, OÖ, Wien und dem Burgenland von nur einer einzigen Zentralküche in der Maximiliankaserne Wr. Neustadt kulinarisch versorgt werden! NÖs Militärkommandant Hans Culik bestätigt, dass diese im Herbst den Betrieb aufnehmen soll.
Was bei FP-Wehrsprecher Christian Hafenecker nur für Kopfschütteln sorgt: „Die erforderlichen Umbauten verschlingen horrende Summen und führen dazu, die Mannschaftsküchen auszuhöhlen. Was, wenn wir diese im Katastrophenfall benötigen?“ Kritik hagelt es auch von lokalen Zulieferern, so mancher sieht sich in seiner Existenz gefährdet.
Das neue Verpflegungssystem sieht vor, dass die Kasernen nur noch über Finalisierungsküchen verfügen, die zwei- bis dreimal in der Woche – eventuell sogar von einer zivilen Transportfirma – angefahren werden. Ab sofort ist also Dampfgaren statt Auskochen angesagt! Hafenecker: „Das kostet Arbeitsplätze und schwächt unser Bundesheer!“
Karl Müllauer