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Kyrgios verlangt nach Ausraster den Gegner-Rauswurf

Im Drittrunden-Duell von Wimbledon flogen zwischen Nick Kyrgios und Stefanos Tsitsipas die Fetzen. Der Australier setzte sich in vier Sätzen durch. 
Heute Redaktion
02.07.2022, 20:59

Nach hart umkämpften und teils turbulenten 3:16 Stunden gewann der als Tennis-Rüpel verschriene Australier mit 6:7 (2), 6:4, 6:3 und 7:6 (7), nutzte seinen zweiten Matchball und zog an der Church Road ins Achtelfinale ein. Dort bekommt es der Australier nun mit dem US-Amerikaner Brandon Nakashima zu tun. Das Drittrunden-Spiel wird allerdings noch für Gesprächsstoff sorgen. 

Kyrgios verlangte Tsitsipas-Disqualifikation

Denn nach dem zweiten Durchgang lief der australische Tennis-Rüpel heiß. Kyrgios hatte gerade den Satz mit 6:4 für sich entschieden, nachdem Tsitsipas Durchgang eins noch mit 7:2 im Tie-Break für sich entschieden hatte. Kyrgios diskutierte minutenlang mit dem Stuhlschiedsrichter, verlangte dabei die Disqualifikation seines griechischen Gegners. 

Der Grund dafür: Tsitsipas donnerte nach dem Satzverlust wütend einen Ball in Richtung seiner Box, traf dabei allerdings niemanden, verfehlte haarscharf eine Frau. Der Grieche hatte die Filzkugel auch nicht mit voller Wucht geschlagen - trotzdem eine mehr als unsportliche Aktion. Deshalb verließ auch Tsitsipas´ Vater und Coach die Box. 

Der Stuhlschiedsrichter blieb allerdings unbeeindruckt, die Partie wurde nach einigen Minuten fortgesetzt. 

Drohungen

Kyrgios hatte sich aber noch lange nicht im Griff. "Was wäre passiert, wenn ich das gemacht hätte?", fragte der Australier während des dritten Games des dritten Satzes gut hörbar. Und sagte ebenso laut: "Ihr werdet noch sehen, was passiert, wenn ich meine Pressekonferenz nach dem Spiel gegeben habe."

Beim Stand von 4:1 im dritten Satz zimmerte der Grieche neuerlich einen Ball in Richtung des Publikums, erntete dafür ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen. Und nach seiner zweiten Verwarnung einen Punktabzug. 

Kyrgios mit Aufschlag-Trick

Dabei bot die Partie bereits im ersten Durchgang viel Unterhaltung. Denn der Australier überraschte sein Gegenüber beim Stand von 3:3 mit einem Service von unten, spielte das auch noch durch die Beine. Und holte den Punkt, weil der Grieche die Filzkugel anschließend ins Netz donnerte. 

Nadal nimmt Sonego raus

Rafael Nadal erreichte derweil locker das Achtelfinale auf dem "heiligen Rasen", setzte sich in einer über weite Strecken einseitigen Partie nach 2:03 Stunden gegen den Italiener Lorenzo Sonego mit 6:1, 6:2 und 6:4 durch. Für Aufregung sorgte Sonego derweil im dritten Satz, als die Organisatoren beim Stand von 2:2 nach mehrmaliger Beschwerde des an Nummer 27 gesetzten Italieners die Partie unterbrachen, um das Dach des Centre Courts zu schließen. Die unfreiwillige Pause, die Nadal so gar nicht schmeckte, brachte allerdings keinen Umschwung. Im Achtelfinale bekommt es Nadal nun mit Botic van de Zandschulp aus den Niederlanden zu tun, der den Franzosen Richard Gasquet mit 7:5, 2:6, 7:6 (7) und 6:1 aus dem Turnier nahm. 

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