Heftiger Waldbrand in St. Egyden

In St. Egyden am Steinfeld wütete am Donnerstag ein massiver Waldbrand. Etwa 400 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Das Löschen kleinerer Glutherde dauerte auch am Freitag noch an. Besonders gefährlich für die Einsatzkräfte: Im Boden liegen viele Kriegsrelikte, immer wieder explodiert Weltkriegs-Munition.

Schon aus großer Entfernung war der Rauch in der Region St. Egyden zu sehen. Ein Feld und der angrenzende Föhrenwald standen in Vollbrand. Ursprünglich ging man von einer Brandfläche von etwa zwei Hektar aus. Ein Hubschrauber des Innenministeriums stieg zu einem Erkundungsflug auf, dabei wurde das wahre Ausmaß der Katastrophe entdeckt. 30 Hektar waren betroffen.

Da der Wind mehrmals drehte und vermutlich auch durch die Trockenheit breitete sich das Feuer aus. Zusätzlich zu den 400 Feuerwehrmännern aus den Bezirken Neunkirchen und Wiener Neustadt musste das Bundesheer zu Hilfe gerufen werden. Die Flammen wurden auch aus der Luft mit zwei Hubschraubern und drei Flugzeugen des Typs PC6 bekämpft.

Brand unter Kontrolle aber noch nicht aus

Gegen 20.20 Uhr kam am Donenrstagabend die Meldung, dass der Brand unter Kontrolle ist. Über Nacht wurde eine Brandwache installiert. Die Löscharbeiten dauern aber noch an, da es immer noch unzählige kleinere Glutherde gibt. Die Einsatzkräfte müssen den Moden mühevoll mit Schanzwerkzeugen umgraben, damit das Feuer nicht erneut aufflammt.

Besonders gefährlich für die Feuerwehrmänner: Im Waldboden liegen noch viele Kriegsrelikte. Immer wieder kommt es zu kleineren Explosionen von Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.

Brand im Murtal

Auch im obersteirischen Bezirk Murtal kam es zu einem Feuer. Am Nachmittag waren rund 100 Feuerwehrleute mit dem Kampf gegen die Flammen und Glutnester beschäftigt. Die Arbeit gestaltete sich jedoch schwierig, da die Helfer per Handarbeit mit Krampen und Schaufel den Boden aufgraben und glimmende Wurzeln fluten müssen.

Thomas Zeiler, Sprecher des Bereichsfeuerwehrverbandes Knittelfeld, sprach von etwa 4.000 Quadratmeter betroffenen Waldboden am Ramberg nahe Feistritz bei Knittelfeld. Beim Eintreffen der Löschtrupps gegen 14.00 Uhr hatten die Flammen bereits begonnen, auf Baumstämme überzugreifen. Die Helfer konnten durch den raschen Einsatz ein Ausbreiten des Feuers verhindern und versuchten den Brand am Abend unter Kontrolle zu bringen.

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