Heim-Opfer: "Auch beim Sex nicht glücklich"

Das Opfer (links) mit seinem Anwalt (rechts).
Das Opfer (links) mit seinem Anwalt (rechts).Bild: privat
Ein Wiener wurde in einer Klosterschule misshandelt. Er fordert nun 25.000 Euro von der Kirche.

Als Linkshänder („Teufelssache") und Legastheniker wurde die Schulzeit für Max B. (Name von der Redaktion geändert) zur Prüfung. "Ich war bei einem Orden in Niederösterreich und wurde dort täglich von einer Erzieherin verprügelt – von Kopf gegen die Tischkante schlagen bis an den Ohren ziehen war alles dabei."

Schulleitung, Mitschüler und sogar die Eltern des 39-Jährigen sahen weg – die Folge sind tiefe seelische Narben. Max B. versuchte sich das Leben zu nehmen und braucht dauerhaft Therapie: "Ich verspüre permanent eine innere Leere, habe keinerlei Glücksgefühle – nicht einmal beim Sex."

Eine unabhängige Kommission der Kirche hat den Harley-Fan zwar als Opfer anerkannt. Man billigt ihm aber nur 20 (!) Gratis-Therapiestunden für jahrelanges Leid zu. Die Opferschutzanwaltschaft schrieb: "Uns ist bewusst, dass das Ihnen widerfahrene große Leid materiell nicht wieder gut gemacht werden kann …"

Genau diese Zeilen klingen für Max B. wie ein Hohn. Mit seinem Anwalt Philipp Wolm fordert er 25.000 Euro Wiedergutmachung. „In Anbetracht der massiven körperlichen und seelischen Qualen ist das mehr als gerechtfertig", findet Jurist Wolm .

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