Heimatorte straften Parteichefs ab

Für die Parteichefs gab es bei der Nationalratswahlen in ihren Heimatorten nicht viel zu lachen. Alle Politiker außer FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der ein leichtes Plus verzeichnete, mussten Einbußen hinnehmen. NEOS verzeichnete in Wien-Liesing, wo Parteichef Matthias Strolz wohnt, ein Plus. Die Partei räumte aber auch in dessen Vorarlberger Heimatgemeinde groß ab und wurde dort stimmenstärkste Partei.

SPÖ-Chef Werner Faymann, der im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing lebt, musste, sondern auch an seinem Wohnort. In Liesing erreichten die Sozialdemokraten mit 33,99 Prozent zwar immer noch Platz eins, jedoch sackte das Ergebnis um 2,42 Prozentpunkte ab. Das Minus liegt über dem auf Bundesebene, wo es 2,16 Prozentpunkten beträgt.

Ebenfalls in Liesing gemeldet ist Matthias Strolz, Chef der NEOS, die es bei ihrem ersten Antreten . Im Vergleich zum bundesweiten Ergebnis erreichte die Partei im Wiener Bezirk ein überdurchschnittliches Ergebnis von 7,53 Prozent. In seiner Heimatgemeinde Dalaas im Bezirk Bludenz kam die neoliberale Partei auf 39,9 Prozent der Stimmen und wurden dort sogar stimmenstärkste Partei.

Leichtes Minus für ÖVP in Hinterbrühl

Weitaus geringer als im gesamten Bundesgebiet waren die Verluste für die ÖVP im Wohnort ihres Spitzenkandidaten Michael Spindelegger. In Hinterbrühl (Bezirk Mödling) in Niederösterreich votierten 39,8 Prozent für die Volkspartei. Damit ist sie dort die stimmenstärkste Partei. Aber sie büßte im Gegensatz zur Nationalratswahl 2008 0,24 Prozentpunkte ein. Ein hauchzartes Plus von 0,05 Prozentpunkten verbuchte an seinem Wohnort, dem Wiener Bezirk Landstraße. Hier stimmten 15,78 Prozent - weit weniger als im Bundes- und auch im Landesschnitt - für die FPÖ. Er ist allerdings der einzige der im Parlament vertretenen Parteichefs, der sich über einen Stimmenzuwachs an seinem Wohnort freuen darf.

Ebenfalls in Wien lebt Grünen-Spitzenkandidatin . In ihrem Wohnbezirk Hernals fiel das Ergebnis im Vergleich zum Bundesschnitt ambivalent aus: In Hernals votierten 20,04 Prozent und damit weit mehr als auf Bundesebene für die Ökopartei. Jedoch verbuchte Glawischnig in Hernals nicht wie österreichweit ein Plus, sondern ein leichtes Minus von 0,26 Prozentpunkten.

Stronach-Ansehen in Oberwaltersdorf gesunken

Neu im Parlament vertreten sein wird nach dieser Nationalratswahl das Team Stronach. Dessen Spitzenkandidat , gab in Oberwaltersdorf seine Stimme ab. In der Gemeinde im niederösterreichischen Bezirk Baden votierten 11,9 Prozent für die Partei. Bei der niederösterreichischen Landtagswahl am 3. März waren es allerdings noch 25,53 Prozent.

Ein wohl nur schwacher Trost wird für BZÖ-Chef Josef Bucher das Ergebnis in seiner Kärntner Wohnortgemeinde Friesach (Bezirk St. Veit an der Glan) sein. Dort ist das Bündnis trotz eines Minus' von 9,76 Prozentpunkten mit 31,56 Prozent stimmenstärkste Partei. Dieser Umstand ändert aber nichts daran, dass das BZÖ künftig nicht mehr im Parlament vertreten sein wird.

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