Die Belegschaftsvertretung der österreichischen Gelddruckerei hat den streikenden, von Entlassung bedrohten österreichischen Beschäftigten des Maschinenbauers Koenig & Bauer (KBA) am Freitag eine Solidaritätsnote geschickt. In der Banknotendruckerei der Nationalbank ist man bestürzt über die Pläne der deutsche KBA-Führung.
Die Belegschaftsvertretung der österreichischen Gelddruckerei hat am Freitag eine Solidaritätsnote geschickt. In der Banknotendruckerei der Nationalbank ist man bestürzt über die Pläne der deutsche KBA-Führung.
Auf Maschinen und Geräten der KBA findet ein großer Teil des österreichischen Banknoten- und Wertpapierdrucks statt. Die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS) ist ein großer Kunde von Koenig und Bauer.
"Betroffen und ärgerlich"
Die Absichten des Würzburger Vorstands von Koenig und Bauer für die österreichischen Werke in Mödling und Ternitz "machen betroffen und sind ärgerlich", sagte OeBS-Betriebsratschef Thomas Laurent am Freitag. "Nicht nur, weil wir mit den Kollegen auf eine langjährige sehr gute Zusammenarbeit zurückblicken können; auch weil die österreichischen Standorte immer als ertragreich, verlässlich und höchst produktiv bezeichnet wurden."
Vor dem Hintergrund sind für Laurent die Entscheidungen bei KBA, hier Einschnitte vorzunehmen, nicht nachvollziehbar. Der Streik der Kollegen sei natürlich auch in der OeBS, einem langjährigen Kunden von Koenig und Bauer, ein Thema, so der OeBS-Betriebsrat in einer Aussendung. Er hoffe, dass die Gründe für den Arbeitskampf bald ausgeräumt werden können. Natürlich aber hätten die Streikenden "unser vollstes Verständnis".