Wirtschaft

Heimische Haushalte und KMU erstmals "atomstromfrei"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:02

Vergangenes Jahr waren die heimischen Haushalte und KMU erstmals "atomstromfrei" - bis 2015 soll dies bei allen Endkunden der Fall sein, auch bei Industrieabnehmern. Damit sei Österreich in Europa der Vorreiter, sagte Energie-Control-Vorstand Martin Graf am Mittwoch und plädierte dafür, dass auch andere europäische Länder die Stromkennzeichnung vorantreiben.

Vergangenes Jahr waren die heimischen Haushalte und KMU erstmals "atomstromfrei" - bis 2015 soll dies bei allen Endkunden der Fall sein, auch bei Industrieabnehmern. Damit sei Österreich in Europa der Vorreiter, sagte Energie-Control-Vorstand Martin Graf am Mittwoch und plädierte dafür, dass auch andere europäische Länder die Stromkennzeichnung vorantreiben.

2013 seien bereits 93,2 Prozent der in Österreich verbrauchten Elektrizität mit einem Herkunftsnachweis versehen gewesen, nach 92,7 Prozent im Jahr davor. Umgekehrt ist der Graustom-Anteil von 7,3 auf 6,8 Prozent gesunken, den niedrigsten Wert seit 2007.

Nur Industriebetriebe würden zum Teil noch mit solchem Strom unbekannter Herkunft beliefert, sagte Graf und erinnerte daran, dass gesetzlich ab dem Jahr 2015 in Österreich überhaupt kein Graustrom mehr an Endkunden abgesetzt werden darf. Nicht einmal ein Drittel des Graustroms - 2,55 (2,59) Prozentpunkte - würde rechnerisch aus AKW stammen, im europäischen ENTSO-E-Mix (ohne Erneuerbare) seien es 37,5 Prozent des Stroms unbekannter Herkunft.

In Österreich gibt es mittlerweile nur mehr wenige Lieferanten, die die Herkunft ihres Stroms nicht nachweisen - laut Graf außer einigen kleineren Anbietern die Verbund Sales, die Großkunden versorgt, sowie die ÖBB Infrastruktur. 2015 werde aber aller Strom in Österreich auch mit Zertifikaten nachgewiesen werden, erwartet Graf, "und 2016 werden wir sagen können: 'Österreich ist atomstromfrei'."

 

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