Heimischer Musikmarkt erstmals in digitaler Hand

Zum ersten Mal wurde im Jahr 2018 in Österreich die Musik mehrheitlich in digitaler Form konsumiert.
Der Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria) hat am Dienstag Bilanz über das Geschäftsjahr 2018 gezogen. Dabei gab es einige erfreuliche Dinge zu vermelden.

Umsatzkurve steigt

Allem voran hat sich die Musikindustrie anscheinend erfangen, die Umsatzkurve zeigt nach Jahren des Falls seit 2017 wieder nach oben. Dieser Trend soll sich laut Experten auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Auch Rekordumsätze wie in den extrem starken 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts sollen wieder möglich sein.



CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Durch das veränderte Konsumverhalten, das sich vor allem im rasanten Anstieg beim Streaming von Musik widerspiegelt, hat es Online-Musik erstmals geschafft, physische Datenträger wie CDs und Schallplatten hinter sich zu lassen. Mehr als die Hälfte der im Jahr 2018 umgestetzten Musik existierte dank Streaming und Downloads nur mehr in digitaler Form.

Monetär lässt sich das folgendermaßen aufschlüsseln - vom Gesamtumsatz in der Höhe von 153,3 Millionen, den der österreichische Musikmarkt 2018 erwirtschaftet hat, entfallen 62,5 Millionen Euro auf Streaming und Downloads.

CDs am absteigenden Ast

Ebenso rasant wie die digitale Musik an Bedeuting gewinnt geht es mit der klassischen CD weiter bergab. Zwar gehen marktanteilig noch immer 37 Prozent der Musik auf das Konto der kleinen Silberlinge, doch dieser Wert wird sich in absehbarer Zeit weiter stark verringern.



Die gute alte Langspielplatte hat ihren Retrocharme abgeworfen und sich mit einem Marktanteil von rund 7 Prozent als fixe Größe im Musikbusiness eingependelt. Dieser Wert hat sich im Vergleich zum Jahr 2017 nicht verändert.

Heimische Acts im Aufwind

Global wie auch in Österreich lässt sich außerdem der Trend ablesen, dass HipHop und Rap immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die oberen Plazierunge der Streamingcharts aller namhaften Anbieter wie Spotify, iTunes oder Amazon Music sind von Künstlern aus diesen Genres gepachtet. In den USA ebenso wie in Deutschland oder Österreich.

Gute Nachrichten auch, was das Konsumverhalten von heimischer Musik anbelangt. Österreichische Künstler erleben momentan Aufwind.

In den Top 10 der Alben-Verkaufscharts des Jahres 2018 findet man nicht weniger als fünf Platten, die auf das Konto heimischer Künstler gehen. Andreas Gabalier rangiert mit seinem Album "Vergiss mein nicht" sogar auf dem Thron. Doch auch Bonez MC & RAF Camora, Pizzera & Jaus, Wanda sowie die Wiener Philharmoniker tragen das Ihre dazu bei.

Top 10 Alben-Verkaufscharts 2018

1. Andreas Gabalier - Vergiss mein nicht

2. Ed Sheeran - divide

3. Helene Fischer - Helene Fischer

4. Pizzera & Jaus - Unerhört Solide

5. Bonez MC & RAF Camora - Palmen aus Plastik 2

6. Soundtrack - Mama Mia! Here We Go Again

7. Wiener Philharmoniker - Neujahrskonzert 2018

8. Herbert Grönemeyer - Tumult

9. Lady Gaga & Bradley Cooper - A Star Is Born

10. Wanda - Niente

Top 10 Single-Verkaufscharts 2018

1. Dynoro - In My Mind

2. Dennis Lloyd - Nevermind

3. El Professor - Bella Ciao

4. Clean Bandit feat. Demi Lovato - Solo

5. Bonez MC & RAF Camora - 500 PS

6. Rudimental - These Days

7. Marshmello & Anne-Marie - Friends

8. Calvin Harris & Dua Lipa - One Kiss

9. Josh. - Cordula Grün

10. Jonas Blue feat. Jack & Jack - Rise

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