"Spielerisch sind der LASK und Wolfsberg besser, in der Tabelle liegt Rapid sechs beziehungsweise sieben Punkte voran. Nach der perfekten grün-weißen Woche mit neun Zählern ist für mich klar: Die Hütteldorfer werden Zweiter.
Nein, es glänzt nicht alles bei Rapid. Schön ist der gebotene Fußball nicht, die viel zu früh gefeierten Jungen müssen noch viel lernen. Was zählt, sind aber die Punkte. Egal ob Effizienz oder Glück zu diesem Lauf führt. Rapid ist im Jahr 2020 nach Punkten das erfolgreichste Team.
Trainer Didi Kühbauer hat das Richtige aus seinem Spielermaterial gemacht. Er hat es geschafft, dass die Abwehr nicht mehr löchrig ist – das ist die Basis. Nach vorne setzt er auf schnelles Umschalten, mit Fountas und Arase hat er dafür jetzt auch mehr Tempo im Talon. Die Goldtore in Minute 87 zeigen, dass die Fitness stimmt. Durch das Aussortieren von Stinkstiefeln wurde indirekt eine Einheit geformt.
Die Geisterspiele sind finanziell bitter, aber sportlich sogar ein Vorteil. Warum? Nach dem 0:2 in Salzburg mit der sehr schlechten zweiten Halbzeit wäre der Druck im nächsten Heimspiel mit Fans groß gewesen. Läuft es, hilft der zwölfte Mann. Läuft es nicht, wird es nach 15 Minuten ungemütlich. Das macht es nicht einfacher, hat Rapid in dieser Saison bereits zu spüren bekommen."