Die kalte Jahreszeit treibt die Heizkosten in die Höhe. Viele Menschen versuchen deshalb, durch nächtliches Abschalten der Heizung Energie zu sparen. Doch komplett ausschalten sollte man sie nicht.
Laut Verbraucherzentrale kann eine sogenannte Nachtabsenkung in Einfamilienhäusern 5 bis 12 Prozent Heizenergie einsparen. Im Mehrfamilienhaus sind es immerhin 2 bis 6 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium rechnet bei einer Absenkung um nur ein Grad mit stolzen 6 Prozent weniger Energieverbrauch.
Doch Vorsicht: Wer die Heizung ganz abdreht, riskiert einen teuren Fehler, heißt es auf inside-digital.de. Denn das anschließende Aufwärmen auf Tagestemperatur kann so viel Energie fressen, dass die Ersparnis komplett verpufft.
Das Umweltbundesamt warnt vor einem massiven Risikoanstieg für Schimmelbildung bei Temperaturen unter 16 bis 18 Grad. Wände und Decken kühlen stark aus, die Luftfeuchtigkeit steigt und Feuchtigkeit kondensiert an kalten Oberflächen.
Auch die Weltgesundheitsorganisation sieht dauerhaft Temperaturen unter 18 Grad kritisch. Mediziner gehen von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit aus, wenn die Temperatur langfristig unter diesem Wert bleibt.
Experten empfehlen eine Absenkung um 3 bis 5 Grad. Bei manuellen Thermostaten entspricht Stufe 3 etwa 20 Grad und Stufe 2 ungefähr 16 Grad. Ideal ist nachts eine Einstellung auf Stufe 2,5.
Wichtig: Bei Wärmepumpen und Fußbodenheizungen ist eine Nachtabsenkung oft nicht sinnvoll. Diese Systeme sind träge und auf konstante Temperaturen ausgelegt. Eine Absenkung kann hier sogar zu höheren Kosten führen.
Fazit: Die Heizung nachts nicht komplett abschalten, sondern nur herunterregeln. So sparst du Energie und vermeidest gleichzeitig Schimmel und Gesundheitsrisiken.