Helfer versorgten Tal unter Lebensgefahr mit Medizin

Bild: Google Maps/Heute.at-Montage

Dramatische Hilfsaktion im Kärntner Bezirk Hermagor: Mittwochfrüh kam ein 55-jähriger Arbeiter aus dem immer noch von der Außenwelt abgeschnittenen Lesachtal ins benachbarte Kötschach-Mauthen mit der Bitte um medizinische Hilfe. Mehrere Bewohner des Tals benötigten dringend Medikamente. Alpinpolizisten machten sich daraufhin mit einem Räumungsfahrzeug auf den lebensgefährlichen Weg.

ins benachbarte Kötschach-Mauthen mit der Bitte um medizinische Hilfe. Alpinpolizisten machten sich daraufhin mit einem Räumungsfahrzeug auf den lebensgefährlichen Weg.

Der besonders stark getroffen. Das Lesachtal ist nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten, die Zufahrtsstraße wegen der Gefahr durch Lawinen und umstürzende Bäume gesperrt. Ein 55-jähriger Arbeiter aus St. Jakob im Lesachtal nahm Mittwochfrüh trotzdem den lebengefährlichen Weg auf sich, um im benachbarten Kötschach-Mauthen um medizinische Hilfe zu bitten.

Schwangere Diabetikerin ohne Insulin

Mehrere Bewohner von St. Jakob benötigten dringend lebenswichtige Medikamente, darunter auch eine Diabetikerin in der 16. Schwangerschaftswoche, deren Insulin zur Neige ging. Die Einsatzkräfte reagierten sofort auf das heldenhafte Hilfegesuch des 55-Jährigen. Nachdem dieser die benötigten Medikamente sowie Babynahrung und Windeln besorgt hatte, wurde er von Polizei und Straßenmeisterei zurück ins Lesachtal eskortiert.

Der Arbeiter fuhr mit zwei örtlichen Alpinpolizisten in einem Polizeifahrzeug. Dieses wurde von einem Räumfahrzeug der Straßenmeisterei begleitet. Bereits nach wenigen Kilometern stieß der Konvoi auf die ersten Bäume, die die Weiterfahrt versperrten. Nachdem die Straße wieder freigeräumt war, setzten die Fahrzeuge ihren Weg fort.

Räumung unter Lebensgefahr

Nach weiteren Kilometern war die B111 im Bereich des Strajacher Grabens abermals blockiert, diesmal durch Bäume und eine abgegangene Lawine. Erneut musste die Straße durch die Straßenmeisterei mit Unterstützung eines Laders der Agrarbehörde mühsam freigeräumt werden. Die Räumungsarbeiten gingen unter hohem Risiko von statten, da weitere Bäume umzustürzen drohten.

Gegen Mittag erreichte der Hilfskonvoi schließlich die von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaft. Die zum Teil lebenswichtigen Medikamente wurden an die Eingeschlossenen übergeben. Anschließend machten sich die Einsatzkräfte wieder auf den Rückweg.

Straße bei Rückfahrt abermals versperrt

Wie gefährlich dieser nach wie vor war, zeigte sich bald: Auch bei der Rückfahrt über die selbe Strecke mussten abermals mehrere Bäume, die in der Zwischenzeit umgestürzt hatten, aus dem Weg geräumt werden. Alle Beteiligten kamen wohlbehalten wieder in Kötschach an. Die Verbindungsstraße ins Lesachtal ist weiterhin für den Verkehr gesperrt.

Ähnlich heldenhaften Einsatz zeigten Rettungskräfte am Dienstag. , die zuvor vier Tage lang ohne Strom in ihrem Haus auharren musste.

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