Wenn Micky Maus erschaudern lässt und Donald Ducks Quaken im Acryl erstickt - dann sind Sie nicht im Disneyland, sondern in Gottfried Helnweins verstörend-genialem Panoptikum. Seit den Siebzigern kratzt der Wiener Künstler mit Wohnsitz in Irland und L.A. an Reiz- und Tabuthemen, eine künstlerische Lanze bricht der Provokateur vor allem für unschuldige Kinder.
Superrealsitisch inszeniert, mit Bandagen, Wunden, verzerrten Gesichtern, sind sie ein Haupt-Part seines Oeuvres. Gemeinsam mit Selbstporträts in Folterpose und den bedrohlich wirkenden Comic-Figuren bilden sie ab Samstag in der Wiener Albertina Helnweins bisher größte Retrospektive in Europa.
Nicht verpassen: ORF 2 zeigt am 27. Mai (22.30 Uhr) die preisgekrönte Doku "Helnweins Kinder".